Der Zillergrund:

Der Zillergrund erstreckt sich über 24,4 km vom Heiliggeistjöchl an der Grenze zu Italien bis nach Mayrhofen und ist der östlichste der vier Gründe, in die sich das Zillertal ab Mayrhofen teilt. Der gesamte Zillergrund gehört zur politischen Gemeinde Brandberg.


Früher wurde das Tal, durch das der junge Ziller fließt, die „Hollenz“ genannt, auch ein Mayrhofner Ortsteil trägt den Namen „Hollenzen“.

Der Talboden des Zillergrundes bietet nur an wenigen Stellen Raum für Asten, Almhütten und Gaststätten. So liegt erst etwa drei Gehstunden von Mayrhofen entfernt der Weiler Häusling an der Mündung des vom Grundschartner (3064m) herabziehenden Bodengrundes. Im Zillergrund lebten gemessen an der Bevölkerungszahl sehr viele Protestanten und so waren es 50 Menschen, die im Jahre 1837 auswandern mussten, um ihren Glauben wahren zu können. Fürstbischof Schwarzenberg aus Salzburg setzte sich daraufhin für eine bessere schulische und seelsorgliche Betreuung des abgeschiedenen Zillergrundes ein und ließ im Anwesen eines ausgewanderten Bauern eine Schule einrichten. Im Jahre 1844 konnte für die 80 Bewohner des Zillergrundes auf Grund einer großzügigen Spende von Kaiser Ferdinand I. sogar eine Kirche in Häusling erbaut werden.



Neben der Kirche „Maria Schnee“ wurden noch ein Widum und ein Schulhaus errichtet. Im Jahre 1878 wurden jedoch bei einer der zahlreichen Hochwasserkatastrophen des Zillergrundes alle drei Gebäude vernichtet. Zudem verloren viele Bewohner Hab und Gut, ja es  waren sogar Tote zu beklagen. Erst Kooperator Krapf aus Zell am Ziller verstand es dreißig Jahre später, bei der Brandberger Bevölkerung so viel Opferbereitschaft zu wecken, dass bereits um 1909 eine neue Kirche eingeweiht werden konnte. Die Priester dieser Expositur wirkten  zugleich als Lehrer, wurden jedoch schon um 1929 von Häusling abgezogen.
Seit 1967 wird für die 26 Einwohner des Zillergrundes auch keine Schule mehr geführt. Die Kirche wurde im Zuge des  Kraftwerksbaues  mit der großzügigen Hilfe der Tauernkraftwerke saniert und wurde gleichzeitig Gedenkstätte für die 14 Arbeiter, die beim Bau verunglückt waren.

Eine Gehstunde hinter Häusling liegt das letzte ganzjährig bewohnte Gebäude des Zillergrundes, der Gasthof „In der Au“, bei dem der „Sundergrund“ Richtung Süden abzweigt.



Nach einer weiteren Gehstunde mündet beim Gasthof „Bärenbad“ der Hundskehlgrund in den Zillergrund. Der Weg über das Hundskehljoch war früher ein häufig begangener Übergang nach Südtirol.

 
Gasthof Bärenbad


"Alte" Ansichten aus dem Zillergrund:
Gasthof_Au.jpg Plauener_Huette.jpg


Der Stausee Zillergründl

Der hinterste Teil des Zillergrundes wird  Zillergründl genannt, daher trägt auch der dort errichtete Speichersee diesen Namen. Im Jahre 1986 wurde die 186 m hohe und an der Krone 506 m lange und 7 m breite Staumauer fertiggestellt und ist damit die zweitgrößte Österreichs.

Als absoluter Weltrekord ist die Fallhöhe des Wassers von 744 m zu den Turbinen des Pumpspeicherkraftwerkes Häusling anzusehen, welches wegen der Lawinengefahr und um das Landschaftsbild nicht allzu sehr zu stören nur zu einem Drittel sichtbar ist.

Vom Weg zur Plauener Hütte ( ca. 2 ½ Stunden Gehzeit ab Bärenbad) zeigt sich der Speichersee wie ein prächtiges Stück Natur. 

Fotos vom Zillergrund
Weiter Infos auf Wikipedia | Zillergrund

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