Das stattliche Haufendorf breitet sich am Südende vom Murkegel des Märzenbaches an der Ostseite des Zillers aus. Der alte Dorfkern liegt verhältnismäßig eng verbaut zwischen Kirche und dem Stummer Barockschloss. Zur Gemeinde gehören auch die Weiler Acham, Ahrnbach und März.

FRÜHER

Stumm2.jpg

HEUTE

IMG_5441.jpg

Viele deutsche Hof- und Almnamen wie Persal oder Kapauns weisen auf eine sehr alte Besiedelung hin. Bereits im 8. Jahrhundert wird die Schenkung einiger Güter in Stumm und Stummerberg von Herzog Tassilo v. Bayern an das Stift Herrenchiemsee erwähnt. Daraus entstand im Laufe der Jahrhunderte die geschlossene Grundherrschaft „Hofmark Stumm“, bestehend aus den Hauptmannschaften Stumm, Stummerberg und Gattererberg. Ein Vogt verwaltete die Hofmark und war für die Eintreibung der Grundzinsen von Lehensleuten zuständig. Die jeweiligen Vögte residierten im Amtshaus, an dessen Stelle später Schloss Stumm errichtet wurde. Als Vorsteher der Vogtei galten ab 1244 die Herzöge von Bayern und ab 1504 die Grafen von Tirol.

stumm.jpg

Im Jahre 1556 wurde die Hofmark Stumm an den berühmten Innsbrucker Glockengießer Georg Löffler verkauft. Mehrere Besitzer wechselten in Folge als Herren der Hofmark, die berühmtesten waren wohl die Grafen Lodron - Laterano

1849 entstanden aus der Hofmark die heutigen Gemeinden Stumm und Stummerberg. Die Kriegsjahre um 1800 stellten an die Gemeinde große Herausforderungen. Einquartierungen, Verköstigungen und das Bereitstellen von Gewehren und Fuhrwerken belasteten die Bevölkerung schwer.

Ein Unglück aber überragte alle anderen Katastrophen. Am 22. August 1764 schwoll der Gießbach in Ahrnbach durch anhaltende, schwere Regengüsse derart an, dass er mächtige Felsblöcke mit sich wälzte, den Wald niederriss und mit solcher Wucht aus den Ufern trat, dass die Leute, welche die Überflutung abwehren wollten, nicht mehr flüchten konnten. 10 junge Männer verloren an diesem Schicksalstag ihr Leben. Dieses unbegreifliche Ereignis hinterließ einen so tiefen Eindruck, dass es im Laufe der Jahre von Sagen umwoben wurde.

Um vor solchen Katastrophen in Zukunft bewahrt zu bleiben, erbauten die Ahrnbacher eine Kapelle zu Ehren des hl. Nepomuk.

Schloss_Stumm.jpg

Kirchengeschichte:
Die Pfarrkirche zum hl. Rupert:

Stumm gehörte ursprünglich zur Urpfarre Zell am Ziller. Obwohl erst 1414 erstmals eine Kirche in Stumm erwähnt wurde, lassen sowohl das Patrozinium als auch Grabungsarbeiten darauf schließen, dass bereits im 10. Jhdt. hier eine Kirche gestanden war. Im Jahre 1511 wurde eine spätgotische Kirche mit schönen spitzbogigen Portalen und einem Turm mit steilem Spitzhelm erbaut. 1772 wurde sie verlängert und der Innenraum barockisiert. Die Deckenfresken stammen vom Schwazer Barockmaler Christoph Anton Mayr. Der Hauptaltar im Rokokostil kommt aus der Fiegerkapelle der Haller Pfarrkirche. Der berühmte Bildhauer Franz Xaver Nissl schnitzte die Figuren neben dem Hauptaltar sowie die Statuen der Bischöfe Rupert und Virgil.

Die Antonius Kapelle:

1675 wurde zu Mühleben auf der oberen März um 1700 eine Kapelle mit schwarz-goldenem Altar und dem Altarbild des hl. Antonius sowie den Figuren der Pestheiligen Sebastian und Rochus erbaut.

 

Quelle: Hans Vilas „Das Schwazer Bezirksbuch“ und Beatrix & Egon Pinzer „Zillertal, Tuxertal, Gerlostal“

Offizielle Seite der Gemeinde Stumm
Stumm auf Wikipedia

Fügenberg

Oberhalb von Fügen auf 681 m Seehöhe erstreckt sich, zum größten Teil in Hanglage, die…

Tux

tux.jpg
Auf einer Seehöhe von 1260 bis 1500 Metern, einer Länge von zehn Kilometern und einer…

Mayrhofen

mayrhofen_alte_ansicht.jpg
Mayrhofen im Zillertal Die Marktgemeinde Mayrhofen liegt im Talkessel des hinteren…

Fügen

Fuegen.jpg
Über 4000 Einwohner zählt die Gemeinde Fügen, die sich in die Ortsteile Fügen, Gagering,…

Gerlosberg

Gerlosberg_alte_Ansicht.jpg
Gerlosberg liegt an den südwärts gerichteten Hängen am Eingang des Gerlostales. Begrenzt…

Kaltenbach

kaltenbach1.jpg
Kaltenbach im Zillertal Funde an verschiedenen Orten und Plätzen deuten darauf hin, dass…

Gerlos

gerlos_alte_ansicht1.jpg
Gerlos Vom Fuße der Gerlosklamm schlängelt sich in Serpentinen eine sechs Meter breite…

Zellberg

Zellberg_alte_ansicht.jpg
Gemeinde Zellberg Am linken Zillerufer, gegenüber von Zell am Ziller, liegt in einer Höhe…

Zell

zell_am_ziller.jpg
Zell am Ziller In "Zell bei Kufstein", dem heutigen Stadtteil von Kufstein, wurde anno…

Schwendau

Schwendau_alte_Ansicht.jpg
Schwendau liegt auf 620 m Seehöhe, verteilt auf den Schwemmkegeln von mehreren Bächen,…

Rohrberg

Rohrberg_Seilbahn.jpg
Rohrberg gehört wie Zell, Hainzenberg und Gerlosberg zu den „goldenen“ Gemeinden (d.h.…

Stummerberg

Maerzengrund_Stumm.jpg
Das Gemeindegebiet erstreckt sich auf der Sonnenterrasse oberhalb von Stumm und der…

Hippach

Hippach.jpg
Die Gemeinde umfasst das auf einer niedrigen Terrasse oberhalb des Zillers gelegene…

Bruck

Bruck.jpg
Bruck am Ziller liegt am Eingang des Zillertales auf einer niedrigen, sehr sonnigen…

Uderns

Uderns.jpg
Das Straßendorf Uderns liegt auf dem Schuttkegel des Finsingbaches. Zum Gemeindegebiet…

Schlitters

Schlitters.jpg
Das Haufendorf Schlitters breitet sich auf dem nicht allzu steilen Murkegel des Öxlbaches…

Hart

Hart.jpg
Die Gemeinde Hart liegt gegenüber von Fügen auf der rechten Talseite des vorderen…

Ried

Ried_3342.jpg
Ried liegt im mittleren Zillertal, zu einem großen Teil auf dem nördlichen Schuttkegel…

Ramsau

ramsau_2.jpg
Die Gemeinde Ramsau vereinigt die Ortsteile Ramsberg, das Dorf Ramsau, Ober- und…

Strass

Strass.jpg
Ortsteile: Strass, Rotholz, Astholz, Brettfall, Hof und Raffl. An der Straßengabelung vom…

Hainzenberg

Hainzenberg_alte_Ansicht.jpg
Ortsteile: Bichl, Dörfl, Eggeweg, Enterberg, Gerlosstein, Innerberg, Lindenhöhe, Penzing,…

Finkenberg

Finkenberg_839m.jpg
Ortsteile: Altenstall, Astegg, Au, Bösdornau, Brunnhaus, Dornau, Ental, Freithof, Greut,…

Orte im Zillertal

Voreingestelltes Bild
25 Gemeinden gibt es im Zillertal, wobei die Gemeinde Tux aus den Orten Vorderlanersbach,…

Ginzling Dornauberg

Ginzling002.jpg
Ginzling - Dornauberg: Der kleine Ferienort teilt sich politisch in zwei Teile:…

Brandberg

Das Dorf liegt am Fuß des Brandberger Kolms auf einer Talterrasse in 1092 m Seehöhe. Als…

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen