Gerlosberg liegt an den südwärts gerichteten Hängen am Eingang des Gerlostales. Begrenzt wird die Gemeinde im Süden durch den Gerlosbach, der Richtung Zell fließt. "Gerlaisperch" hieß der Ort noch, als er 1237 erstmals urkundlich erwähnt wird. Auf goldenem Grund ziert das 1983 verliehene Gemeindewappen ein Stierkopf mit zwei mächtigen Hörnern, die auf  Viehzucht und Goldbergbau hinweisen.

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Das heutige Gerlosberg besteht aus den Ortsteilen: Klammegg, Hoferwaldsiedlung, Kummerlandsiedlung, Stockengrube, Eben, Unterholz, Gertrauden, Schwaiger, Erlach, Oberberg sowie Innerberg. Bauernhöfe und Weiler gehen auf einstige Schwaighöfe zurück, die ab dem 12. Jahrhundert von verschiedenen Grundherrschaften angelegt wurden. Es handelte sich dabei um ständig bewirtschaftete Höfe, die in Weiden- und Grasgebieten ausschließlich Viehwirtschaft betrieben.

Die Bauern mussten damals hauptsächlich Schafe, Loden und Käse zinsen. Ausgenommen war der "Irmstallbauer", der – lt. einer Urkunde von 1350 – steuerfrei war, jedoch dafür verpflichtet, den Saumweg von Hainzenberg bis Gmünd instandzuhalten.

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Noch heute ist die Gemeinde Gerlosberg stark argrarisch geprägt und erstreckt sich über ansteigendes bis steiles Gelände, auf dem die Weiler und Bauernhöfe angesiedelt sind. Durch die Streulage ist es schwer, den Verkehr flächendeckend zu erschließen. Für Erhalt und Weiterführung der Landwirtschaft steht die Landjugend/Jungbauernschaft Gerlosberg.

Touristisch wartet Gerlosberg mit Pensionen, Privatzimmern, Ferienwohnungen und drei Gasthäusern auf, die als Ausflugsziel empfehlenswert sind.
An die hohe Lage der Dauersiedlungsgrenze (Hundsbichler 1277 Meter) schließen, getrennt durch einen Waldgürtel, große Almflächen an, die im Winter Skifahrer der "Zillertal Arena" nützen. Im Sommer locken die Almwiesen mit Wanderungen und herrlicher Aussicht ins Zillertal. Ausgangspunkt ist die Rosenalm. Als "Augenweide" angepriesen werden die "Kapelle am Gerlosberg", die "alte Mühe" sowie diverse "alte Bauernhöfe".


Schulhauskapelle "Maria Opferung"

1951 wurde aus Platzmangel das alte Gerlosberger Schulhaus abgerissen und neu erbaut. Das Holz des alten Schulhauses wurde für den Neubau einer Kapelle, nach Plänen von Architekt Rauter aus Mayrhofen, verwendet. Die beiden Gebäude konnten im Oktober 1952 feierlich eingeweiht werden. Im Innenraum der Schulhauskapelle "Maria Opferung" befinden sich eine Marien- und Christusstatue sowie ein Altarkreuz, welches vom bekannten Mayrhofener Bildhauer Albin Moroder stammt. Statuen und Kapelle wurden 1992 restauriert.

2009 bekam die Kapelle im hinteren Bereich ein schmiedeeisernes Gitter mit gemaltem, flammenden Herz errichtet, damit die Kapelle auch tagsüber betreten werden konnte.

Seit der Besiedelung des Gerlosberges führte ein schmaler Pfad zu den Bauernhöfen, genannt Kirchweg oder Gasse. Damals legte die gläubige Bevölkerung des Gerlosberges gemeinsam einen Kreuzweg an, der jedoch mit der Zeit nur mehr teilweise vorhanden war. Deshalb wurde der Kreuzweg 2009 neu gestaltet, feierlich gesegnet und lädt seither vom Klammegg bis zum Gerloser Kirchlein "Maria Opferung" zur besinnlichen Wanderung ein.

 

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