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Autor: Redaktion

Mehlerhaus Tux Madzeit

Wo die Zeit anschaulich erlebt werden kann

Es gibt sie noch, Plätze und Häuser, wo der Zeitgeist vieler Jahrhunderte wach ist. Im Mehlerhaus und im Jöchlhaus scheint's, als wäre die Zeit stehengeblieben. Dabei sind die beiden Heimatmuseen alles andere als "verstaubt", reichen ihre Aktivitäten doch bis ins Heute.

Ein ganz besonderes "Kulturerbe"

IMG 6360Kultstätte und Zeugnis bäuerlicher Lebenskultur im Tuxertal ist das über 300 Jahre alte, urige "s' Mehlerhaus". Das "Kulturerbe" wurde 1999 von der Gemeinde Tux zu einem Kulturzentrum und Museum restauriert.

Der Verein "Kulturerbe Mehlerhaus" mit Obfrau Alexandra Peer hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Mehlerhaus durch Belebung und Abwicklung kultureller Veranstaltungen zu fördern und erhalten. In der "Oberen Stube" im Untergeschoss werden in zahlreichen Bildern die Geschichte der Bewohnerinnen und Bewohner des Mehlerhauses sowie die Entwicklung der Gemeinde Tux dargestellt. Zusammengestellt und ausgearbeitet haben die Fotografien Schüler/-innen der NMS Tux. Im unteren Flur finden kleinere Ausstellungen statt, die mindestens einmal pro Saison gewechselt werden.

Leben anno dazumal

Der eigentliche Museumsteil befindet sich im oberen Geschoss. In der über den Balkon erreichbaren "Solderkammer" werden Arbeitsgeräte aus Haus und Hof präsentiert. Neben Werkzeugen und Fotografien zur Korbherstellung, Holz- und Flachsbearbeitungsgeräten, Küchenzubehör und Nähmaschinen, findet sich gleichfalls Material zur "Doggl"-Herstellung. In der "Hauserkammer" werden Gerätschaften aus dem bäuerlichen Arbeitsalltag, vorwiegend aus der Feld- und Waldwirtschaft, ausgestellt, außerdem historische Wintersport- und Transportgeräte wie Schlitten, Skier und Schneeschuhe. Allerlei Gegenstände des täglichen Lebens können in den Vitrinen am Gang begutachtet werden, zudem eine alte Schulbank sowie ein Paar in typischer Tracht. Die Schlafkammer, das "Obere Kammerl", zeigt eine original Schlafstätte von damals.

Lebensgrundlage Bergwerk

Der ehemalige Magnesitbergbau in Tux wird in der "Stubenkammer" dargestellt. Durch die Entdeckung von Magnesitvorkommen auf der "Stockwiese" und dem "Hoserkarl" zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat die Gemeinde Tux ihren ersten Wirtschaftsaufschwung erlebt. Auf 1.700 Meter Höhe ist 1920 ein Bergwerk mit Wohnsiedlung, Schule, Arzt, Barbarakapelle, Kino und Kegelbahn errichtet worden, in dem bis zu 400 Menschen aus dem gesamten Zillertal Arbeit gefunden haben. 1976 ist der Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt worden. Schautafeln, Mineralien, Bergwerkskleidung, Gezähe, Skizzen und Fotografien illustrieren diese Zeit.

3476 m am Tuxer Kamm

Seit dem Jahr 2017, in dem das Jubiläum "150 Jahre Erstbesteigung Olperer" gefeiert worden ist, beherbergt das Mehlerhaus ebenfalls die Ausstellung „Olperer 150“, die sich der alpinen Geschichte und dem Naturraum des Gletscherberges und "Tuxer Wahrzeichens" widmet, der im Jahr 1867 erstbestiegen worden ist. Geschichten rund ums Bergsteigen, Berufsbild eines Bergführers, sehen, hören und fühlen des alpinen Flairs sowie Bilder und Filme bringen den Olperer näher. Darüber hinaus gibt's Fotoshootings mit alten Ausrüstungsgegenständen, ein Kinderquiz und vieles mehr.

Hinein ins "s' Mehlerhaus"

IMG 6366Von Juli bis September jeweils Montag und Freitag sowie im Winter jeden Freitag von 13.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Bei rechtzeitiger Anmeldung können Gruppen das Mehlerhaus auch außerhalb der Öffnungszeiten besichtigen.

Kontakt: Alexandra Peer, 0676/6806503, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und Maria Tipotsch, 0650/9244516, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Quellen:

http://www.mehlerhaus-tux.at/

Mehlerhaus Tux
Madseit
6294 - Tux
 

 

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