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Natur pur erleben im Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen

Naturjuwel, Ausgleichs- und Ruhezone

Ein "Naturpark im Hochgebirge" erstreckt sich vom rund 1000 m hoch gelegenen Bergsteigerdorf Ginzling-Dornauberg bis auf 3509 Höhenmeter am Hochfeiler. Ein Gebiet mit einer Fläche von über 2500 km², zwischen Reichenspitze im Osten, Olperer im Westen, Ahornspitze im Süden und Großen Möseler im Norden. Gemeinsam mit weiteren vier Schutzgebieten in Tirol bildet der Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen mit den größten Schutzgebietsverbund der Alpen.

hochgebirgsnaturpark 1Mit dem Naturpark haben sich seit 1991 die Gemeinden Brandberg, Finkenberg, Mayrhofen, Tux sowie die Ortsvorstehung Ginzling auf mittlerweile 422 km² für den Schutz der einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft im hinteren Zillertal entschlossen. Auslöser für das damalige "Ruhegebiet Zillertaler Hauptkamm" ist die geplante Autobahnverbindung Alemagna gewesen, die ebenso durchs Zillertal führen sollte. Mit der Verordnung des Ruhegebiets hat die Tiroler Landesregierung eine weitere Erschließung im Zillertal abwehren wollen. 2001 hat das Ruhegebiet unter dem neuen Namen Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen das Prädikat "Naturpark" erhalten.

Organisatorisch wird der Naturpark von einem Verein mit den ordentlichen Mitgliedern, den Naturparkgemeinden, sowie der Umweltschutzabteilung des Landes Tirol, dem Österreichischen Alpenverein Sektion Zillertal und den Tourismusverbänden Mayrhofen-Hippach und Tux-Finkenberg getragen. Ziel ist es u. a., über den Naturpark Impulse für eine nachhaltige regionale Entwicklung zu setzen, um so die Wertschöpfung erhöhen wie die Lebensqualität sichern zu können.

Natur in den Lebensalltag integrieren

hochgebirgsnaturpark 4Durch spezielle Angebote soll der Naturpark mit seiner Natur- und Kulturlandschaft wie deren Zusammenhänge bewusst und begreifbar gemacht werden. Besonders das Interesse von Kindern und Jugendlichen wird gezielt gefördert. So sind bereits die Volksschulen in Brandberg und Tux sowie die NMS Tux ausgewiesene Naturparkschulen, das heißt, Leitbild der Schule und Schulprofil sind mit den Inhalten, Zielen und Vorhaben des Naturparks abgestimmt. Naturpark und Schulen definieren gemeinsam Lernziele, aufbauend auf den vier Säulen: Schutz, Erholung, Bildung, Regionalentwicklung.

Der Naturpark punktet mit verschiedenen Seitentälern, engen Schluchten, vergletscherten Gipfelregionen, gepflegter Kulturlandschaft und großer Artenvielfalt. Für herausragende Leistungen im Bereich der vier "Säulen" der Naturpark-Arbeit - Naturschutz, Bildung, Regionalentwicklung und Kommunikation - ist dem Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen vom Verband der Naturparke Österreichs (VNÖ) 2015 die Auszeichnung "Naturpark des Jahres" verliehen worden. Der Hochgebirgs-Naturpark hebt sich besonders durch innovative Projekte wie u. a. dem Naturpark-Ranger-Programm, den Freiwilligeneinsätzen und dem Engagement im schulischen sowie Umweltschutz-Bereich hervor.

Eintauchen in Tier- und Bergwelten, ins Früher und Heute

hochgebirgsnaturpark 2Im 2008 in Ginzling errichteten Naturparkhaus befinden sich Büro, Info-Besucherzentrum mit der familiengerechten Erlebnisausstellung "Gletscher.Welten" sowie die öffentliche Naturpark- & Alpinbibliothek. Geöffnet ist bis 7. September täglich von 08.30 bis 12.00 Uhr und von 13.00 bis 17.00 Uhr. Im bergbäuerlichen Kulturdenkmal Mitterstall befindet sich die Ausstellung „Brandberg – unsere Kulturlandschaft im Wandel“, die täglich bei freiem Eintritt besichtigt werden kann. Wissenswertes über den Steinbock, der im Zillertal eine lange Tradition hat, gibt's im Zillergrund in der Ausstellung "Steinbock.Welten" zu erfahren, geöffnet täglich von Juni bis September, Einritt frei. Von Juli bis September, gleichfalls bei freiem Eintritt, kann die Sonderausstellung „Pfitscher Joch grenzenlos“ auf der Lavitzalm im Zamsergrund begutachtet werden: Spannendes rund ums Joch, darunter unbekannte Hintergründe zur Frühgeschichte dieses alpinen Übergangs.

Das über 300 Jahre alte, urige "s' Mehlerhaus" in Tux-Madseit beherbergt die Ausstellung „Olperer 150“, die sich der alpinen Geschichte und dem Naturraum des Gletscherberges widmet, der im Jahr 1867 erstbestiegen worden ist.

Aktiv die Natur erforschen

Im Rahmen des Naturpark-Sommerprogramms bieten elf Naturparkführer von Mai bis Oktober rund 250 Wanderungen zu über 30 verschiedenen Themen an. Dabei gibt's für Kinder und Familien so einiges zu erleben, zum Beispiel den "Waldwichteltag in der Glocke" oder die "Sagenwanderung in Ginzling". Die Kräutervielfalt kennenlernen können Interessierte im "Kräutergachtl in Hippach", bei der "Kräuterwanderung im Scheulingwald" oder beim "Wildkräuterspaziergang in Tux".

hochgebirgsnaturpark 3Einfache Wanderungen wie "Vom Ziller bis zum Talbachwasserfall" werden ebenso angeboten wie mittelschwere Wanderungen, unter anderem zum "Naturdenkmal Schraubenfälle" oder zum "Sonnenaufgang über dem Tuxertal". Darüber hinaus kommt natürlich der geübte Wanderer und Tourengeher auf seine Kosten, ob bei der "Panoramatour im Zillergrund", "Auf dem Höhenweg nach Südtirol", auf "Die Ahornspitze mit Peter Habeler" uvm.

Ein Highlight im August ist jährlich die Veranstaltung "Naturparkfest und Steinbockmarsch" mit Programm für Groß und Klein.

Ausführliches Veranstaltungsprogramm, Infos, Kontakte:

Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen: Naturparkhaus Ginzling 05286/5218, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, TVB Mayrhofen-Hippach: 05285/6760, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, TVB Tux-Finkenberg: 05287/8506, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Gemeindeamt Brandberg: 05285/63185, Zillertal Tourismus Schlitters: 05288/87187, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Anmeldungen: Im Veranstaltungskalender unter www.naturpark-zillertal.at sowie im Beherbergungsbetrieb bis 20.00 Uhr am Vortag. Beim Naturpark oder bei den TVBs bis 17.00 Uhr am Vortag.

 

„Bergsteigerbus“ in den Zillergrund: täglich 07.50 ab Bahnhof Mayrhofen

Tuxer Wandertaxi“ bis 05.10. zur Jausenstation Stoankasern, Hobalm, Vallruckalm und Lämmerbichlalm. Treffpunkt: 09.15 Uhr beim Tux-Center Lanersbach (für Tuxer Gäste Abholung bei der Unterkunft), Anmeldungen (einen Tag vorher bis spätestens 21.00 Uhr): 0664/4260106  

Quellen:

Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen

http://www.naturpark-zillertal.at/

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