Das Tuxertal

 

Knapp hinter Mayrhofen beginnt der westlichste und wohl bekannteste der hinteren Gründe des Zillertales, der sogenannte Tuxer Grund oder das Tuxer Tal. Früher wurde es gerne „weißer Palast des oberen Zillertales“ genannt. Mit dem Ganzjahresschigebiet „Hintertuxer Gletscher“ macht es diesem Namen auch heute noch alle Ehre.


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Ab Mayrhofen verläuft es zuerst in westliche Richtung und wendet sich dann in einem Bogen nach Südwesten. Die sanfteren Formen dieses Seitentales bieten bessere Bedingungen für die Landwirtschaft, daher ist es dichter besiedelt als die übrigen hinteren „Gründe“ des Zillertals.
Das Tal wird vom Tuxbach entwässert, der sich abschnittsweise tosend durch wilde Klammen drängen muss.

Der Heimatdichter Hermann Holzmann aus dem Wipptal schwärmt von der Schönheit des Tuxertales wenn er schreibt: „Es ist die Landschaft mit den grünen Wiesen und Weiden, mit
den schimmernden Schneehängen im Winter, mit den Almen und Bergwiesen, mit den Wasserfällen und Bergseen und den Tuxer Hochbergen, die von wallenden Gletschermänteln überkleidet sind.“ Manches von dieser Idylle ist mit der starken Entwicklung des Tourismus und den dafür errichteten Bauten verändert worden. Trotzdem finden sich im Tal auch noch viele alte Bauernhäuser in ihrer bescheidenen Anmut und zahlreiche traumhafte Fleckchen in unberührter Natur.

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Die vielen Besucher dieses Tales schätzen jedoch besonders die bestens ausgebauten Aufstiegshilfen für Wanderungen speziell aber für den Wintersport: am Penken, im Rastkogelbiet, am Lämmerbichl, auf die Eggalm und das Hintertuxer Gletschergebiet.

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Vom Bau der Tuxerstraße

Bis ins 20. Jhdt. gab es keinen Fahrweg nach Tux und so mussten die Güter des täglichen Bedarfs aber auch die Post von Mayrhofen geholt werden. Bötinnen versahen diesen „tragenden“ Dienst oft über Jahre und Jahrzehnte und verloren auf dem alten Saumweg sicher so manchen Schweißtropfen.

Mit der Zunahme des Fremdenverkehrs gegen Ende des 19. Jhdts. stieg der Bedarf an besser ausgebauten Verkehrswegen. Deshalb verabschiedete die Regierung ein umfangreiches Straßenbauprogramm. So wurde auch die Straße durch das Zillertal verbessert, aber für die Verkehrswege in die Seitentäler reichten die finanziellen Mittel noch nicht.
Trotzdem gab es zahlreiche Überlegungen und Zusammenkünfte wegen der Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit des Ausbaues vom Tuxer Saumweg.


1911 wurde schließlich doch mit dem Bau begonnen. Trotz einiger Schwierigkeiten durch schon vorher befürchtete Hangrutschungen ober- und unterhalb der Straße ging der Bau recht zügig voran. Auch neue Brücken wurden errichtet. Am meisten Anerkennung fand die schöne Steinbrücke in Rosengarten.
Laut Tuxer Chronik war die Straße dann wider Erwarten schon im Sommer 1913 mit Ross und Wagen befahrbar. Während der Saison sollte ein Stellwagen sogar zweimal täglich den Weg von Tux nach Mayrhofen und zurück nehmen.


In den 20er Jahren wurde schließlich die Möglichkeit für den Automobilverkehrs geschaffen. Im Mai 1927 erwarb die Gemeinde Tux drei Automobile und schon bald hieß es: „Alle drei besetzt, kein Platz mehr!“ Um 1932 konnte endlich auch Hintertux mit dem Linienbus erreicht werden.
Heute bietet die Straße ins Tuxertal auch für den Individualverkehr Sommer wie Winter beste Bedingungen.



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