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Redaktion
Autor: Redaktion

Blumen Zillertal


Blumen bringen Freude, Farbe und Genuss in unser Leben, ob im Garten, auf dem Balkon, ob als Geschenk oder zum Verschenken, ob im Wald oder auf dem Berg. Wir stellen Ihnen hier verschiedene Alpenblumen vor. Manche kennen Sie vielleicht schon, manche entdecken sie vielleicht neu. Einige begegnen Ihnen am Wegesrand, andere halten sich eher ein wenig versteckt. Lassen Sie sich auf Ihrem nächsten Spaziergang, Ihrer nächsten Wanderung oder Bergtour überraschen, was die Natur an blumigen Schätzen und Schönheiten bereit hält. Dabei können Sie dem Alltag entfliehen und neue Kräfte sammeln.



Aber Achtung, die Blumen erfreuen am meisten, wenn sie in ihrem natürlichen Lebensraum wachsen, blühen und dort verbleiben dürfen. Viele von Ihnen sind gefährdet und stehen unter Naturschutz.
Viele sind ebenfalls ganz oder teilweise giftig.

Alpenrose

Almenrausch:

Wem geht nicht das Herz auf, wenn ihn beim Wandern ein "Feld" voller Latschen und Almenrausch begrüßt? Der Almenrausch wird auch Alpenrose ("Bewimperte Alpenrose"), Almrausch oder Steinrose genannt, kommt in Höhen bis 2500 Metern vor und blüht von Mai bis Juli/August. Der Wuchs ist stark buschig und kann eine Höhe bis zu 100 cm erreichten. In der Homöopathie wird der Almenrausch bei Neuraligien sowie rheumatischen Beschwerden angewendet.

30 bis 130 cm hoch und als immergrüner, stark verzweigter Strauch wächst die "Rostblättrige Alpenrose". Die Blattunterseite junger Laubblätter sind gelblich, die bei älteren rostbraun. Daher leitet sich der Name "Rostblättrige Alpenrose" oder "Rostrote Alpenrose" ab.

Achtung: Alle Pflanzenteile der Alpenrose sind stark giftig. Erste-Hilfe-Maßnahmen im Falle einer Vergiftung: reichliche Flüssigkeitsaufnahme und rasches Aufsuchen eines Arztes, damit medizinische Aktivkohle verabreicht werden kann.

EdelweißAlpen-Edelweiß:

Das Alpen-Edelweiß ist wohl die bekannteste und symbolträchtigste Alpenblume. Von Juli bis September dürfen sich Wanderer am samtig-weißen Alpen-Edelweiß erfreuen, das bis in Höhen von 3300 Metern vorkommt. Das Edelweiß, auch Almstern genannt, bevorzugt steinige, nährstoffreiche Böden und erreicht eine Wuchshöhe von fünf bis über 20 Zentimetern. Achtung: Das Alpen-Edelweiß ist stark gefährdet und steht deshalb – in Österreich übrigens seit 1886 - unter strengem Naturschutz.

Alpen-Dost:

In den Alpen Mittel- und Südeuropas bis auf 2000, in manchen Gebieten sogar 3000 Höhenmetern ist der Alpen-Dost zu finden. Er zählt zur Familie der Korbblütler. Seinen Namen hat der Alpen-Dost seinen reichhaltigen Blütenständen zu verdanken, da Planzen mit solchen im Althochdeutschen als "Dost" bezeichnet wurden. Die Blütenkörbe enthalten rosafarbene, zwittrige Röhrenblüten. Die Blütezeit des Alpen-Dosts ist im Juli und August. Am weitesten verbreitet sind die Arten "Grauer Alpen-Dost" und "Grüner Alpen-Dost" (auch "Kahler Dost" genannt). In den westlichen Alpen kommt zudem noch der "Weißfilzige Alpen-Dost" vor.

 

Akeleien/Anemonen/Kuhschellen:

Kuhschellen, Küchenschellen oder Kühchenschellen (der Name leitet sich von einer kleinen Kuh, also einem "Kühchen", ab, außerdem ähnelt die halbgeschlossene Blüte einer kleinen Glocke oder Kuhschelle) gehören zur Familie der Hahnenfußgewächse, innerhalb dieser sie eine Pflanzengattung bilden. Genetische Untersuchungen brachten zutage, dass Kuhschellen eigentlich zu den Windröschen/Anemonen gehören. Eine Planzengattung innerhalb der Hahnenfußgewächs-Familie bilden ebenfalls die Akeleien, von denen es über 70 Arten gibt.

Achtung: Hahnenfußgewächse sind giftig und stehen unter Naturschutz.

Alpen-Anemone:

Die Alpen-Anemone, auch "Große Alpen-Kuhschelle" genannt, erreicht eine Wuchshöhe von 20 bis 50 cm und hat dicht behaarte, oberirdische Pflanzenteile. Sie gedeiht in Höhen bis zu 2700 Metern und erfreut von Mai bis Juli mit ihren weißen Blüten.

Frühlingsküchenschelle:

Die Blütenkelche der Frühlingküchenschelle sind außen violett und innen weiß, ihr Aussehen ist glocken- bis schlüsselförmig. die Blütezeit reicht von April bis Juni. Die Frühlingsküchenschelle oder Kuhschelle kommt im gesamten Alpenraum vor.

Gelbe KuechenschelleGelbe Küchenschelle:

Die "Gelbe Küchenschelle" kommt in den zentralen Alpen bis auf 2700 Metern vor und blüht von Mai bis Juli. Auch sie wird oft Kuhschelle genannt. In der Homöopathie wird die "Gelbe Küchenschelle" bei Übelkeit, Erbrechen, Menstruationsbeschwerden, Migräne und Erkältungen eingesetzt.

 

Akelei:

Die Akelei kommt im gesamten Alpenraum bis auf eine Höhe von 2000 Metern vor. Von Mai bis Juli kann diese prächtige Blume, die auch Elfenschuh oder Narrenkappe genannt wird, bewundert werden. Sie blüht in unterschiedlichen Farben, unter anderem dunkelrot, weiß-lila oder blau-lila wie zum Beispiel die Alpen-Akelei.

Alpen AsterAlpen-Aster:

Das Blütenkörbchen der Alpen-Aster besteht aus gelben Röhrenblüten sowie aus helllila Zungenblüten. Sie gehört zur Familie der Korbblütler und wird u. a. ebenso als Alpen-Sternblume, Blaue Gamswurz, Blauer Gamsblüh und Blaues Bergsternkraut bezeichnet. Die Alpen-Aster kommt im gesamten Alpenraum bis auf 3000 Meter Höhe vor und blüht von Juni bis September. Sie ist geschützt.

Alpen Aurikel (Platenigel)Alpen-Aurikel:

Ihre Blütezeit hat die gelbe Aurikel oder Alpenaurikel von April bis Juni. Sie gehört zu den Primelgewächsen und ist in den nördlichen bis südlichen Ostalpen auf bis zu 2900 Metern Höhe zu finden. Mit einer Wuchshöhe von fünf bis 25 cm gilt sie als größte alpine Primelart. Die Pflanzenteile der Alpen-Aurikel sind giftig. Von der Schlüsselblume unterscheidet sie sich durch ihre fleischigen, glatten Blätter. Die Alpen-Aurikel ist geschützt.

Alpen-Distel:

Ein Korbblütler (Gattung Ringdisteln) ist die Alpen- oder Berg-Distel. Wie die Alpen-Aster ist sie im gesamten Alpenraum bis auf 3000 Meter Höhe zu finden. Ihre Blütezeit ist von Juni bis Oktober, die Blüten zeigen sich in rosa bis helllila und purpurrot. Die Alpen-Distel wird 20 bis 80 Zentimeter hoch.

Alpen-Ehrenpreis:

Zart blau und weiß blüht von Juni bis August der Alpen-Ehrenpreis in Schneetälern und auf steinigen, feuchten Matten in Höhen bis zu 3400 Metern. Er gehört zur Familie der Wegerichgewächse und erreicht eine Wuchshöhe von fünf bis 15 Zentimetern.

TroddelblumeAlpen-Glöckchen:

Sie werden auch Soldanellen, Troddelblumen, Alm- oder Eisglöckchen genannt – die Alpen-Glöckchen aus der Familie der Primelgewächse. Die Alpen-Glöckchen kommen im gesamten Alpenraum bis auf 3000 Meter Höhe vor. Sie blühen zartviolett von April bis Juli. Das Alpen-Glöckchen ist geschützt.

 

Alpen-Hahnenfuß:

Kleine weiße Blüten weißt der Alpen-Hahnenfuß von Juni bis September auf, der höchstens 20 cm hoch wächst, meistens fünf bis zehn Zentimeter. Bis auf 3000 Höhenmetern findet man die kleine Blume. Die Blätter des Alpen-Hahnenfußes werden von Gämsen aufgrund der Schärfe gerne gefressen, weshalb der Alpen-Hahnenfuß im Volksmund auch Gamskress genant wird. Wie alle Hahnenfußgewächse ist der Alpen-Hahnenfuß gifig.

Alpen-Lauch:

Der lila Alpen-Lauch, der ebenso Schlangenlauch oder Alpen-Schnittlauch genannt wird, findet sich auf Sumpfwiesen, Flachmooren, an Bachufern sowie in Höhen bis zu 3000 Metern. Es wird vermutet, dass er die Urform unseres Garten-Schnittlauchs ist.

Alpen MargeriteAlpen-Margarite:

Die "Gewöhnliche Alpenmargerite" oder Alpenwucherblume wächst in Höhen bis zu 3000 Metern. Die kleine, weiße Blume mit einer Wuchshöhe zwischen fünf und 15 Zentimetern blüht von Juli bis August. Das Innere des Blütenkorbes ist gelb.

 

Alpen-Mutterwurz:

Die Mutterwurz, auch Mutter- oder Gamskraut und Bärenfenchel genannt, ist im gesamten Alpenraum bis auf eine Höhe von 3000 Metern daheim. Die Pflanze aus der Familie der Doldenblütler wächst zehn bis 50 cm hoch, ihre Dolden sind sieben- bis 15-strahlig. Weiß bis rosa-rot blüht die Alpen-Mutterwurz zwischen Juni und August. Die Alpen-Mutterwurz zählt zu den besten alpinen Futterpflanzen. In der Küche wird die aromatische Mutterwurz wie frische Petersilie verwendet. In der Volksmedizin wird die Alpen-Mutterwurz beu Verstopfungen, Blasen-, Nieren- und Leberleiden, Blähungen sowie bei Frauenerkrankungen angewendet. Ein Krautabsud wirkt magenstärkend. Dem "Bärwurz-Schnaps" gibt die Alpen-Mutterwurz das typische Aroma.

Alpen VergissmeinichtAlpen-Vergissmeinnicht:

Hell- bis dunkelblau (beim Aufblühen fliederfarben) blüht von Mai/Juni bis August/September diese unscheinbare Pflanze mit einer maximalen Wuchshöhe von 15 cm aus der Familie der Rauhblattgewächse. Das Alpen-Vergissmeinnicht bevorzugt feuchte, nährstoffreiche Gehölze und Staudenflure und wächst auch noch in einer Höhe über 3000 Metern. In der Volksmedizin wird das Alpen-Vergissmeinnicht bei Hautentzündungen und stumpfen Verletzungen angewendet.

Alpenhelm:

Juni bis August blüht der rosarötlich bis lilafarbene, samtige Alpenhelm, der auch als Trauerblume, Braunhelm oder Bartschie und Alpen-Bartschie bezeichnet wird. Aus der Gattung Bartsia der Familie der Sommerwurzgewächse ist der Alpenhelm die in Mitteleuropa einzige Pflanzenart. Er kommt im gesamten Alpenraum bis auf 3000 Höhenmetern vor.

ArnikaArnika:

Die in manchen Gegenden unter Naturschutz stehende Arnika mag saure Wiesen und lichte Gehölze und blüht von Juni bis August bis auf 2800 Meter Höhe. Nicht von ungefähr wird die Arnika unter anderem auch Wohlverleih, Kraftwurz oder Wundkraut genannt, ist sie doch ebenso als Heilpflanze bekannt – in der Volks- und Schulmedizin sowie in der Homöopathie. Angewendet wird Arnika bei Wunden, Blutergüssen, Durchblutungsstörungen, stumpfen Verletzungen des Bewegungsapparates, Muskel- und Gelenkschmerzen und Venenentzündungen. Erstmals als Heilpflanze erwähnt wurde die Arnika bei Hildegard von Bingen. 1986 wurde die "Echte Arnika" zur "Blume des Jahres", 2001 zur "Arzneipflanze des Jahres" gewählt.

Augentrost:

Die Pflanzengattung Augentrost gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse, mehr als 350 Arten Augentrost gibt es beinah überall auf der Welt. In der Volksmedizin und Homöopathie wird besonders der weißblütige "Gemeine Augentrost" (auch "Großer Augentrost oder Wiesen-Augentrost genannt) bei Augenentzündungen angewandt.

Von Juli bis Oktober erfreut der weißblühende "Gewöhnliche Augentrost" das Auge. Er kommt im gesamten Alpenraum bis 2500 Meter Höhe vor und wird ebenso Augendank oder Lichtkraut genannt. So bezeichnet wird außerdem der "Zwerg-Augentrost", der wiederum in den zentralen und südlichen Alpen bis auf 3200 Meter Höhe angesiedelt ist. Er blüht von Juli bis September und zwar weiß- oder gelbfarben.

Baldriane:

Baldriane gehören zur Unterfamilie der Baldriangewächse, die zwischen 150 und 250 Pflanzenarten umfasst. Alle Baldrian-Arten enthalten ätherische Öle und Alkaloide. Medizinisch wird Baldrian allein oder zusammen mit pflanzlichen Extrakten wie Melisse, Weißdorn oder Hopfen als mildes Schlaf- und Beruhigungsmittel angewendet. Eine Baldrian-Johanniskraut-Kombination ist bei Angstzuständen und Depressionen wirksam. Auch bei nervösen Herzbeschwerden wird Baldrian eingesetzt.

Zart weiß-rosa bis rötliche Blüten weist der Berg-Baldrian von April bis Juni auf. Er kommt in den nördlichen wie südlichen Alpen vor und zwar bis auf 2500 Meter Höhe. Die Volksmedizin kennt ihn als Mittel bei Schlafstörungen und Nervosität.

Der Stein-Baldrian ist im gesamten Alpenraum bis auf 2000 Meter Höhe zu finden. Er blüht weiß bis zartrosa von April bis Juli. Seine dreiblättrigen Blätter unterscheiden ihn von den anderen Baldrian-Arten, weshalb er auch "Dreiblättriger Baldrian" genannt wird.

In Mitteleuropa beheimatet ist ebenso der "Kleine Baldrian", auch Zweihäusiger Baldrian oder Sumpf-Baldrian genannt, der von Mai bis Juni blüht.

Der "Schmalblättrige Arznei-Baldrian" oder "Hügel-Baldrian" erreicht eine Wuchshöhe von 40 bis 100 Zentimetern. Er blüht rosafarben, vorwiegend im Mai und Juni.

Berg HahnenfussBerg-Hahnenfuß:

Mit kleinen gold-gelben Blüten leuchtet der "Gewöhnliche Berg-Hahnenfuß" von April bis September der Sonne entgegen. Er kommt im gesamten Alpenraum in Tallagen ebenso wie auf Höhen bis 2500 Metern vor. Wie alle Hahnenfußgewächse ist der "Gewöhnliche Berg-Hahnenfuß" giftig.

 

Berg HauswurzBerg-Hauswurz:

In den zentralen und südlichen Alpen auf steinigen, kalkarmen Böden und in Felsspalten ist die rosa-rote Berg-Hauswurz zu finden. Sie wächst in einer Höhenlage von 300 bis rund 3400 Metern und steht unter Naturschutz.

 

Berg-Johanniskraut:

Gelb blüht das Berg-Johanniskraut und zwar von Juni bis August. Es wächst in Gebüschen und Laubwäldern bis auf eine Höhe von 1500 Metern und wird auch Berg-Hartheu genannt. Das Berg-Johanniskraut sitzt auf einem aufrechten, kahlen Stängel und erreicht eine Wuchshöhe von 30 bis 80 Zentimetern.

Blasenschötchen:

Die südlichen Westalpen sind die Heimat des gelbblühenden Blasenschötchens. Blütezeit des Blasenschötchens ist von Mai bis Juni. Es zählt zu den Kreuzblütengewächsen und wächst auf trockenen, steinigen oder sandigen Böden und Felsen.

Eisenhut:

Die Pflanzengattung Eisenhut gehört zu den Hahnenfußgewächsen ist ist gleichfalls unter den Namen Akonit, Wolfwurz und Sturmhut bekannt. Typisch sind fünf kronblattartige Kelchblätter, die blau, lila, gelb oder weiß sein können. Achtung: Eisenhut-Arten gehören zu den giftigsten Pflanzen in Europa!

In Mitteleuropa am weitesten verbreitet sind die blaublühenden Arten "Bunter Eisenhut" und "Blauer Eisenhut" sowie die gelbblühende Art "Wolfs-Eisenhut". Alle drei Arten stehen unter Naturschutz.

Im gesamten Alpenraum bis auf 2900 Höhenmetern verbreitet ist der "Blaue Eisenhut", auch Sturmhut oder Mönchskappe genannt. 2005 wurde der "Blaue Eisenhut" zur "Giftpflanze des Jahres" gekürt. In der Homöopathie wird er bei fiebrigen Infekten, Grippe, Angstzuständen und Neuraligien eingesetzt.

Ebenfalls im gesamten Alpenraum bis auf 2400 Meter Höhe ist der Wolfs-Eisenhut zu finden. Er wird auch "Gelber Eisenhut" oder "Fuchs-Eisenhut" genannt und wächst bis zu 150 Zentimeter hoch. Seine Blütezeit ist von Mai bis August.

Blutwurz:

Die zarte, gelbblühende Blutwurz gehört zur Familie der Rosengwächse. Sie kommt im gesamten Alpenraum vor bis auf 2400 Höhenmetern. Die Blütezeit der Blutwurz, die ebenso Tormentill, Durmentill, Dilledapp, Siebenfinger, Natternwurz, Rot- oder Ruhrwurz genannt wird, ist von Mai bis Oktober. Ihre Heilwirkung wird in der Volks- und Schulmedizin genützt. Ihren Namen verdankt die Blutwurz dem blutroten Saft, der aus dem weiß-gelblichem Rhizom austritt, wenn die Blutwurz angeschnitten wird. Bei Entzündungen in Hals, Rachen und der Mundschleimheit sowie bei Durchfall wird die Blutwurz verwendet. In manchen Regionen wird aus der Blutwurz Schnaps oder Likör hergestellt.

Breitblättriges Hornkraut:

Das "Breitblättrige Hornkraut" oder "Kalkalpen-Hornkraut" kommt in den südlichen und nördlichen Alpen bis auf eine Höhe von 3400 Metern vor. Es bevorzugt feuchte Kalksteinböden, Felsspalten und Schutt. Das "Breitblättrige Hornkraut", das zu den Nelkengewächsen gehört, wächst nur drei bis zehn Zentimeter hoch und blüht im Juli und August weißfarben bis bläulich-grün.

Christrose:

Zu den geschützten Arten gehört auch die zarte, weiß bis rötlich blühende Schneerose, die meist Christrose oder auch "Schwarze Nieswurz" genannt wird (in Österreich außerdem Schneebleamal, Märzenkaibl oder Krätzenblum). Sie kommt in den nördlichen und südlichen Alpen bis auf eine Höhe von 1800 m vor. Je nach Höhen- oder Schneelage reicht ihre Blütezeit von November bis Mai, wobei die Hauptblütezeit zwischen Februar und April liegt. In der Volksmedizin wird sie bei Verstopfung und Wurmbefall eingesetzt, in der Homöopathie bei Durchfall, Blasen-Nieren-Leiden und bei Erkrankungen von Herz- und Gefäßsystemen. Achtung: Die Christrose ist stark giftig und je nach Gebiet besonders oder teilweise geschützt.

Eberrauten-Greiskraut:

In den zentralen und südlichen Alpen, von Juli bis September, blüht das orange Eberrauten-Greiskraut, das eine Wuchshöhe von zehn bis 40 Zentimetern erreicht. Es wird auch als Bärenkraut oder "Eberreisblättriges Greiskraut" bezeichnet und kommt bis auf eine Höhe von 2700 m vor.

Felsen-Greiskraut:

Im gesamten Alpenraum, von Mai bis August, blüht das gelbe Felsen-Greiskraut und zwar auf Böschungen und Felsschutt bis in Höhen von 2000 Metern.

Felsen-Leimkraut:

Das weiße Felsen-Leimkraut gehört zu den Nelkengewächsen. Es blüht von Juli bis August auf steinigen Matten, Schutt und Fels und bis in Höhen von 2500 Metern. Das Felsen-Leimkraut erreicht eine Wuchshöhe von zehn bis 25 Zentimetern.

Enziane:

Weltweit gibt es rund 300 bis 400 Arten Enziane. Sie gedeihen in den Gebirgen der gemäßigen Zonen auf der Nordhalbkugel, aber ebenso in den Anden. Aus den Wurzelstöcken einiger Arten, die dafür kultiviert werden, werden Heilmittel gewonnen, andere zur Schnapsherstellung genutzt. Achtung: Alle in Europa angesiedelten Enzian-Arten stehen unter Naturschutz und dürfen deshalb weder ausgegraben noch gepflückt werden. In Österreich zählt der Enzian zu den bekanntesten Gebirgsblumen und ist auf den Euro-Centmünzen abgebildet.

Bayerischer Enzian:

Er heißt zwar "Bayerischer Enzinan", kommt jedoch im gesamten Alpenraum vor und das bis in Höhen von 3600 Metern. Am besten gedeiht der fünf bis 15 cm hoch wachsende "Bayerische Enzian" in einer Höhenlage von 1500 bis 2500 Metern. Seine typischen, hell- bis dunkelblauen Blüten sind von Juni bis September zu bewundern.

Feld-Enzian:

Hell-lilafarben blüht der Feld-Enzian (auch Feld-Fransen- oder Feld-Kranz-Enzian genannt), je nach Standort, von Mai bis Oktober im gesamten Alpenraum bis auf 2300 Meter Höhe. Seine Wuchshöhe liegt zwischen fünf und 30 Zentimetern und er hat meist vierzählige Blüten.

Deutscher Fransenenzian:

Auch der "Deutsche Fransenenzian" oder "Deutscher Kranzenzian" ist im gesamten Alpenraum zu finden. Lilafarben blüht er von Mai bis Oktober. Wie der Feld-Enzian erreicht auch der "Deutsche Fransenenzian" eine Wuchshöhe zwischen fünf und 25 bis 30 Zentimetern. Er unterscheidet sich jedoch durch seine fünf Blütenblätter. Der Unterschied zum "Rauen Enzian" besteht durch den kurzen Kelch.

Gewöhnlicher Fransenenzian:

Die Alpen und Höhen bis zu 2200 Metern Mittel- und Südeuropas sowie in Vorderasien bis zum Kaukasus sind das Gebiet des "Gewöhnlichen Fransenenzians" (auch "Gefranster Enzian" genannt), der von August bis Oktober/November blau- oder lilafarben blüht.

Fruehlingsenzian (Schusternegelen)Frühlingsenzian:

Blau blüht von März/April bis Juli/August der Frühlingsenzian, der gleichfalls Schusternage(r)l, Schusternägele, Himmelsbläuli, Rauchfangkehrer, Tintabluoma, Himmelsstengel oder Herrgottsliechtli genannt wird. Der Frühlingsenzian, der manchmal im Herbst ein zweites Mal blüht, zählt mit einer Wuchshöhe von nur wenigen Zentimetern, maximal 15, zu den kleinsten Enzian-Arten.

Gelber Enzian:

In Schneetälern und auf Bergwiesen Europas und in der Türkei fühlt sich der "Gelbe Enzian" wohl. Langstielig mit stolzer Wuchshöhe bis zu 150 Zentimetern erstreckt sich der "Gelbe Enzian", der von Juni bis August blüht. Drei bis zehn Blüten stehen in trugdoldigen Teilblütenständen zusammen und zwar in den sogenannten Hochblätter-Achseln. Aus den Wurzeln des "Gelben Enzians" wird der beliebte Enzianschnaps hergestellt. Nicht blühend kann der "Gelbe Enzian" mit dem extrem giftigen "Weißen Germer" verwechselt werden, der gleichfalls graugründe, bogenvervige Blätter besitzt. Diese sind jedoch wechselständig angeordnet im Gegensatz zu den kreuzständig angeordneten Blättern beim "Gelben Enzian".

Enzian stengelloserGroßblütiger Enzian:

Von Mai bis August und auf einer Höhe bis 2800 Metern ist der blaufarbige "Großblütige Enzian" zu finden. Er wird ebenfalls "Stängelloser Kalk-Enzian", "Echter Alpenenzian" oder "Clusius-Enzian" genannt. Auf einem sehr kurzen Stängel besitzt der "Großblütige Enzian" eine einzelne glockenförmige Blüte. Er ist sozusagen der typische Enzian, der, dessen Bild man mit dem Begriff Enzian verbindet.

Kochscher Enzian:

Bis auf 3000 Meter Höhe ist der "Kochsche Enzian" oder "Kochs Enzian" von Mai bis August zu finden. Er ist ebenfalls ein "Stängelloser Enzian" (andere Namen: "Stängelloser Silikat-Enzian","Silikat-Glocken-Enzian"), blüht blau mit leichtem lila "Touch" und unterscheidet sich vom "Großblütigen Enzian" dadurch, dass sein Kelch im Inneren olivgrüne Flecken aufweist sowie durch weichere und breitere Rosettenblätter.

Kreuz-Enzian:

Von Juni bis in den September hinein blüht der blau-lila Kreuz-Enzian oder "Kreuzblättrige Enzian" auf kalk- und nährstoffreichen Rasen sowie in Gebüschen und an Waldesrändern bis auf einer Höhe von 1600 Metern. Seinen Namen bekam er aufgrund seiner kreuzgegenständigen Blätter. Im Mittelalter galt der Kreuz-Enzian als Erlösungssymbol durch Jesus Christus.

Schlauch-Enzian:

In hellem bis tiefem Blau erblüht von Mai bis August der Schlauch-Enzian in bis zu 2500 Meter Höhe. Pro Stegel gibt es mehrere Blüten. Er wird auch "Aufgeblasener Enzian" genannt. Angesiedelt ist er in den südlichen und nördlichen Alpen, als Standort bevorzugt der Schlauch-Enzian kalkreiche, nasse Wiesen sowie Moore.

Schwalbenwurz-Enzian:

Wie der Schlauch-Enzian bevorzugt gleichfalls der Schwalbenwurz-Enzian die Feuchtigkeit. Auf nassen, kalkhaltigen Wiesen, in Flachmooren, an Waldrändern und Hochstaudenflure bis 2200 m blüht er lila-blau von Juli bis September. Seinen Namen "Schwalbenwurz-Enzian" hat er aufgrund der Ähnlichkeit mit der Schwalbenwurz. Andere Namen für ihn sind "Blaue Kreuzwurz", Herbst-Enzian sowie Hirschbrunft-Enzian.

Enzian punktierterTüpfel-Enzian:

Bis in 3000 Meter Höhe kann der Tüpfel-Enzian, der eine Wuchshöhe von 20 bis 60 cm erreicht, von Juli bis September auf kalkarmen, sauren Weiden und Hochstaudenfluren entdeckt werden. Er blüht hellgelb bis rötlichfarben mit heller bis dunkler Punktierung, weshalb er auch "Punktierter Enzian" genannt wird. In der Volksmedizin wird er bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt, ebenfalls wird Schnaps aus seinem Wurzelstock gebrannt.

Gelber Mohn:

In den südlichen Alpen ist der "Gelbe Mohn" oder "Gelbe Hornmohn" beheimatet. Er wächst in Höhen bis 2600 Metern und da am liebsten auf Geröll, Schutt oder Kiesbänken. Der "Gelbe Hornmohn" blüht von Mai bis August und kann bis zu einem Meter hoch werden. Die Blüte ist meistes gelb, kann aber zudem rote Farbe beinhalten. Giftig ist vor allem der gelbliche Milchsaft der Pflanze. Aus den Samen des "Gelben Hornmohns" kann Speiseöl hergestellt werden. Dieses Öl eignet sich gleichfalls zur Seifenherstellung und als Lampenöl.

Gelber Salbei:

Aus der Familie der Lippenblütler kommt der "Gelbe Salbei", der von Juli bis September blüht. Zu finden ist der "Gelbe Salbei" in den nördlichen und südlichen Alpen bis auf 1700 Meter Höhe. Eine andere Bezeichnung für ihn ist "Klebriger Salbei" oder "Kleb-Salbei". Den Falterraupen von Eulen dienen die Blätter des "Gelben Salbeis" als Futterquelle.

Gelbes Windröschen:

In den nördlichen und südlichen Alpen bis auf 1500 Höhenmetern findet man das "Gelbe Windröschen". Es blüht von März bis Mai, bevorzugt in Auen, Laub- sowie Mischwäldern. Je nach Gebiet gibt es unterschiedliche Bezeichnungen. Alle Teile des "Gelben Windröschens" sind giftig.

Gemeines Fettkraut:

Das "Gemeine Fettkraut" (auch "Gewöhnliches Fettkraut", "Blaues Fettkraut" oder Kiwitzfettkraut genannt) gehört zu den Wasserschlauchgewächsen und kommt im gesamten Alpenraum bis in einer Höhe von 2200 m vor. Zu finden ist es auf nassen Böden und Felsspalten. Es blüht lila-weiß von Mai bis August. In der Volksmedizin wird es bei Wunden, Geschwüren und Ischialgie eingesetzt. Das "Gemeine Fettkraut" steht unter Naturschutz.

Gämskresse:

Kleine, zarte, weiße Blüten hat die Gämskresse, die zur Familie der Kreuzblütengewächse gehört und ebenso als Alpen-Gämskresse, Gamskresse oder Zigerblüemli bekannt ist. Unterarten sind u. a. die Kalk-Gämskresse, die Südalpen-Gämskresse und die Silikat-Gämskresse. Die Gämskresse kommt im gesamten Alpenraum bis in Höhen von 3400 Metern vor. Ihre Blütezeit ist von Mai bis August. Die kresseartig schmeckende Pflanze wird, wie der Name schon sagt, gerne von Gämsen gefressen.

Germer:

Im gesamten Alpenraum bis auf 2600 m Höhe ist die Germer zu finden, von der es 25 bis 40 Arten gibt, darunter "Weißer Germer" und "Schwarzer Germer". Sie hat wechselständige Blätter und zarte, je nach Art weiße, grüne, rosa-violette, rötlich-braune oder schwarze Blüten. Die Blütezeit der Germer ist von Juni bis August. In der Homöopathie wird die Germer bei Kreislaufschwäche, Erschöpfung und Durchfall eingesetzt, in der Volksmedizin ebenfalls bei Durchfall, Erbrechen und Koliken sowie äußerlich bei Gicht, Rheuma und Neuraligien.

Gewöhnlicher Natternkopf

Im gesamten Alpenraum bis auf 1200 Meter Höhe, in manchen Gebieten bis 1600 m Höhe, ist der "Gewöhnliche Natternkopf" oder "Blaue Natternkopf" zu Hause. Im Volksmund wird er ebenso "Stolzer Heinrich", "Blauer Heinrich", "Himmelbrand" oder "Starrer Hansl" genannt. Die Blüten des "Gewöhnlichen Natternkopfes" sind rosa bis helllila, seine Blütezeit ist von Mai bis Oktober, seine Wuchshöhe zwischen 25 und 100 Zentimetern. In der Volksmedizin wird der Natternkopf zur Wundheilung verwendet. Für Tiere sind die Pflanzenzeile giftig, für Menschen ist die Vergiftungsgefahr vorhanden, aber gering.

Gold-Fingerkraut:

Im gesamten Alpenraum, in Höhen zwischen 1300 und 3200 Metern ist das Gold-Fingerkraut anzutreffen. Die von Juni bis September leuchtend-gelb blühende Blume wird in der Volksmedizin bei Durchfall, Koliken, Magenkrämpfen, Diabetes sowie äußerlich bei Entzündungen im Mund-Rachenraum angewendet.

Großblütiger Fingerhut:

In den nördlichen und südlichen Alpen bis auf über 1800 Metern ist der "Großblütige Fingerhut" (auch "Großblütiger Gelber Fingerhut", Bocksbart, Fuchskraut, Neunkraut, Wundkraut und Waldschell genannt) angesiedelt, der bis zu 120 cm hoch wachsen kann. Er blüht im Juni und Juli, seine glockenförmigen Blütenkelche sind außen weiß oder gelb und haben innen eine netzförmige, braune Zeichnung. In der Schulmedizin werden zwei Unterarten des unter Naturschutz stehenden "Großblütige Fingerhuts" bei Herzerkrankungen angewandt. Der "Großblütige Fingerhut ist giftig.

Zottiger GemswurzGroßblütige Gämswurz:

Ebenfalls in den nördlichen und südlichen Alpen wächst auf einer Höhe zwischen 1400 und 3400 Metern die "Großblütige Gämswurz", auch "Großkorb-Gamswurz" genannt. Die gelbe Blume blüht von Mai bis August. Wurzelstock, Blüten und Kraut enthalten einen Süßstoff, die Pflanze wird deshalb gerne von Hirschen, Gämsen und Ziegen gefressen, weshalb sie zudem die Namen Hirschwurzen und Zigerchrut trägt.

Hainsalat:

Im gesamten Alpenraum bis auf 1800 m (in manchen Gebieten bis 2200 m), vor allem in den Wäldern, ist der – nicht essbare - Hainsalat oder Hainlattich zu Hause. In heller, gelber Farbe blüht der Hainsalat, der aufgrund seines weißen, stinkenden Milchsaftes ebenso Stinksalat, "Stinkender Hainsalat", Stink-Lattich oder Hainlattich genannt wird, von Mai/Juni bis August.

Herzblatt:

Das Herzblatt, Sumpf-Herzblatt oder Studentenröschen steht unter Naturschutz. Es wächst im gesamten Alpenraum bis auf 2700 Höhenmetern. Blütezeit für die weiße bis gelbliche, manchmal auch grünliche, zarte Pflanze ist von Juli bis September. In der Volksmedizin wird das Herzblatt bei Leber- und Gallenleiden sowie bei Durchfall und Epilepsie angewendet.

Huflattich:

Im gesamten Alpenraum bis auf eine Höhe von 2500 m ist der Huflattich zu finden. Von Februar/März bis April, in manchen Gegenden sogar bis August, kräfig gelb blühend, ist der Huflattich eine der ersten Frühlingsblumen. Eine Besonderheit: Die Blüten erscheinen noch, bevor sich die Laubblätter entwickeln. Der Huflattich hat viele Bezeichnungen, darunter Brust-, Breit- oder Esellattich, Hufblatt, Kuhfladen und Ackerlatsche. Als Heilpflanze wird der Huflattich aufgrund seiner schleimlösenden Wirkung bei Husten und Hustenreiz sowie Bronchitis verwendet.

Immergrünes Felsenblümchen:

Von April bis August erfreut das "Immergrüne Felsenblümchen" mit gelben Blüten das Auge. Es kommt, in Felsspalten und auf Kalk-Steinschutt, in den südlichen wie nördlichen Alpen vor bis auf eine Höhe von 3000 Metern. Seine Wuchshöhe liegt zwischen fünf und zehn Zentimetern. Das "Immergrüne Felsenblümchen" ist streng geschützt!

Katzenpfötchen:

Das Katzenpfötchen ist im gesamten Alpenraum bis auf 3000 Meter Höhe zu finden. Rosa bis dunkelrot blüht das Katzenpfötchen im Mai und Juni. Rund 45 Arten des Katzenpfötchens, das zu der Familie der Korbblütler gehört, sind bekannt, darunter das "Niedrige Katzenpfötchen", "Gewöhnliche Katzenpfötchen", "Einköpfige Katzenpfötchen", "Chinesische Katzenpfötchen" und "Kleinblättige Katzenpfötchen". Das Katzenpfötchen ist streng geschützt!

Klettendistel:

Die Klettendistel wird auch Kletten-Ringdistel genannt, da sie zur Gattung der Ringdisteln (Familie der Korbblütler) gehört. Sie kommt im gesamten Alpenraum bis in einer Höhe von 2500 Metern vor und bevorzugt kalkhaltige Böden. Die Klettendistel blüht im Juli und August und zwar rosa- bis hell lilafarben.

Knabenkräuter:

Einige Orchideen-Gattungen werden im Volksmund schlichtweg als Knabenkräuter bezeichnet. Darunter befinden sich die "Gelbe Kugelorchis" sowie die "Rosa Kugelorchis" oder das "Kugelknabenkraut", das mit rosafarbenen Blüten besticht, die auf der Lippe purpurrot gepunktet sind. Die "Rosa Kugelorchis" kommt u. a. im europäischen Gebirge vor und blüht von Juni bis Juli. Der "Zwergstendel", ebenso Zwerg-Knabenkraut oder Zwergorchis genannt, wächst in hochalpiner Höchststufe. Es blüht von Juli bis August, die Blütenhülle ist grün-gelb und – meist – rotbraun überlaufen.

Das "Rundblättrige Knabenkraut" oder Einblattorchis blüht im Juni und Juli von weiß bis rosa oder hell purpurfarben.

Knäuel-Glockenblume:

Stolze 30 bis 60 cm hoch wächst die Knäuel- oder Büschel-Glockenblume. Hell-lila erfreut ihr Anblick von Mai bis September. Die Knäuel-Glockenblume kommt im gesamten Alpenraum bis auf 1800 m vor. Rund 15 Unterarten der Knäuel-Glockenblume sind bekannt, darunter die "Borstige Knäuel-Glockenblume", "Mehlige Knäuel-Glockenblume" sowie die "Späte Knäuel-Glockenblume", deren Heimat Tirol und Südtirol ist.

Knöllchen-Knöterich:

Der Knöllchen-Knöterich, auch Otterwurz oder "Lebendgebärender Knöterich" genannt, ist im gesamten Alpenraum bis auf 2500 Meter Höhe zu finden. Hoch wird der Knöllchen-Knöterich fünf bis 25 cm, seine Blütezeit ist Juni bis August. Er weist fünfzählige Blüten auf, in den Farben weiß bis hellrosa. Verspeist wird der Knöllchen-Knöterich gerne von den Schneehühnern, die damit wieder über ihren Kropf zur Ausbreitung beitragen.

Gewoehnliche KratzdistelKratzdistel:

Von Juli bis September blüht die im gesamten Alpenraum bis auf 3000 m vorkommende Kratzdistel. Es gibt verschiedene Arten wie zum Beispiel die "Berg-Kratzdistel", "Krainer-Kratzdistel" und "Alpen-Kratzdistel". Je nach Art wird die Kratzdistel fünf bis sogar 400 Zentimeter hoch und sind die Blütenkronen rosa, rot, gelb oder violett gefärbt. In den Blütenkörben sind 25 bis mehr als 200 Röhrenblüten enthalten.

Kreuzblumen:

In der Familie der Kreuzblumengewächse ist sie mit über 600 Arten am artenreichsten und weitesten verbreitet – die Kreuzblume oder das Kreuzblümchen. Die blaublühende "Bittere Kreuzblume" wächst in Höhenlagen bis 2500 Metern.

Bis in 1800 Meter Höhe ist die "Schopfige Kreuzblume" anzufinden, die von Mai bis Juni mit rosafarbenen Blüten erfreut.

Ebenfalls in Mitteleuropa bekannt sind unter anderem die rosafarbene "Groß-Kreuzblume" und die niedrig wachsene "Buchs-Kreuzblume", die mit weiß-gelben Blüten besticht.

Fruehlings KrokusKrokus:

Der Krokus gehört zu den Schwertliliengewächsen. Er kommt im gesamten Alpenraum bis auf eine Höhe von 2500 Metern vor. Rund 100 Arten Krokusse gibt es, ca. 30 Krokusarten sind kultiviert. Der bekannteste davon ist der Safrankrokus, der zur Safrangewinnung dient. Von Februar bis Mai blühen Krokusse von weiß über zartlila bis gelb. Ebenfalls gibt es herbstblühende Krokusarten.

Der Krokus ist geschützt!

Langhaariger Thymian:

In subalpinen bis alpinen Höhenstufen kommt der "Langhaarige Thymian" vor, der auch unter den Namen Gebirgs-Thymian, Alpen-Thymian oder Gebirgs-Thymian bekannt ist. Er ist eine Unterart des "Frühblühenden Thymians" der Gattung der Thymiane aus der Famiie der Lippenblütler. Er wächst als Zwergstrauch, seine Wuchshöhe liegt zwischen drei und zehn Zentimetern. Als Heilpflanze wird Thymian bei Husten, Atemwegserkrankungen, Entzündungen im Mund-Rachen-raum sowie bei Magen-Darm-Beschwerden genutzt.

Mehlprimel:

Die Mehlprimel oder "Mehlige Schlüsselblume" kommt im gesamten Alpenraum bis 2700 m vor und gehört zu den geschützten Arten. Namensgeber der Mehlprimel ist der weiße Belag auf den Blattunterseiten (dicht mehlig bestaubt). Von Mai bis Juni blüht die Mehlprimel zart weiß-lilafarben oder rosa- hellrotfarben bis rotlila.

Meisterwurz:

Im gesamten Alpenraum bis auf 2700 Höhenmetern ist der von Juni bis August grünlich-weißblühende Meisterwurz, ebenso Haarstrang, Ostruz, Berg- oder Kaiserwurz genannt, zu finden. Große, flache bis zu ca. 50-strahlige Dolden bilden die Blütenstände des Meisterwurzes. Seine Wuchshöhe beträgt 30 bis 100 cm, er strömt einen würzigen Geruch nach Sellerie und Karotten aus. Für die Larven der Blattkäferart "Oreina gloriosa" ist der Meisterwurz die einzige Futterpflanze. Als Heilpflanze wird der Meisterwurz vor allem bei Atemwegsinfekten und Verdauungsstörungen genutzt. Bekannt ist natürlich auch Meisterwurz-Schnaps, der aus den Wurzeln hergestellt wird.

Mittlerer Wegerich:

In den nördlichen und südlichen Alpen bis auf 1800 m ist der "Mittlere Wegerich" zu finden. Er blüht von Mai bis September. Die kleinen Blüten sind auf einem zwei bis sechs Zentimeter langen, walzenförmigen und ährigen Blütenstand (der bis zur Fruchreife doppelt so lang wird) auf einem blattlosen Stängel angeordnet. Die Blütenkrone ist weiß, die Staubfäden sind lila, die Staubbeutel weiß bis blasslila gefärbt.

Narzissen-Windröschen:

Das Narzissen-Windröschen zählt zu den Hahnenfußgewächsen und ist geschützt. Es kommt im gesamten Alpenraum bis auf 2500 Metern vor. Es wird ebenfalls "Narzissenblütiges Windröschen" und "Alpen-Berghähnlein" genannt. Von Mai bis Juli hat das weißblühende, das manchmal außen rötlich überlaufen sein kann, Narzissen-Windröschen seine Blütezeit.

Zottige PrimelPrimeln:

Rund 500 Arten reich ist die Gattung der Primeln. Einige Arten werden ebenso Schlüsselblumen genannt. Die Kelchblätter sind zylindrisch, krugförmig oder breit glockenförmig verwachsen. Primeln blühen in den Farben lavendel, magentarot, rosa, violett, rotviolett bis blau, selten auch weiß, gelb und rot. Als Heilpflanze wird die Primel unter anderem bei chronischer Bronchitis und Erkältungskrankheiten angewendet.

In den südlichen Alpen, bis in Höhen von 3000 Metern, ist sie daheim – die Goldprimel. Sie bevorzugt steinige, kalkarme Böden mit lander Schneebedeckung. Die Goldprimel blüht von Mai bis Juli. Die "Zottige Primel" ist in den zentralen Alpen bis auf 2200 Meter Höhe zu finden. Sie wächst von April bis Juni in den Farben rosa bis lila. Die "Zottige Primel" ist geschützt.

Riesen-Bärenklau:

Ein Doldenblütler ist er, der Riesen-Bärenklau und im gesamten Alpenraum auf Wiesen, an Waldesrändern und auch in Bergregionen oberhalb der Waldgrenze, auf Böschungen sowie in Uferzonen anzutreffen. Er wird gleichfalls als Bärenkralle, Herkuleskraut und Herkulesstaude bezeichnet. Der Riesen-Bärenklau erreicht eine Wuchshöhe von bis zu über drei Metern, die Blüten-Doppeldolden erreichen einen Durchmesser zwischen 30 und 50 Zentimeter. Von Juni bis August erstreckt sich die Blütezeit des Riesen-Bärenklaus, seine Blütenfarbe ist weiß. Achtung: 2008 wurde der Riesen-Bärenklau zur "Giftpflanze des Jahres" gewählt. Sein Pflanzensaft verursacht Blasen- und Narbenbildung sowie schmerzhafte Hautentzündungen. Der Riesen-Bärenklau wird als invasiver Neophyt eingestuft. Im Umgang mit dem Riesen-Bärenklau wird empfohlen, vollständige Schutzkleidung inkl. Gesichtsschutz zu tragen.

Rosenwurz:

Im gesamten Alpenraum bis auf 3000 Meter Höhe kommt der Rosenwurz vor. Blütezeit des Rosenwurzes ist von Juni bis August, die jungen Rosenwurzblüten sind gelb, ältere werden hellrot bis rot. In der Volksmedizin und Homöopathie wird der Rosenwurz bei Gedächtnis- und Konzentrationschwäche sowie bei Erschöpfung eingesetzt. Der Rosenwurz ist eine stark gefährdete Art.

Rosmarin-Seidelbast:

Die Heimat des Rosmarin-Seidelbast, u. a. auch Heideröschen, Heide-Steinröslein, Duft-Seidelbast oder Flaum-Steinröslein genannt, sind die nördlichen und südlichen Alpen, wo er bis in einer Höhe von 2000 Metern vorkommt. Er duftet nach Nelken und blüht zartrosa von April bis Juni. Der Rosmarin-Seidelbast ist stark giftig, gefährdet und steht unter Naturschutz.

Roter Steinbrech:

Der "Rote Steinbrech" ist im gesamten Alpenraum bis auf Höhen von 3500 Metern verbreitet. Seine Blütezeit hat der "Rote Steinbrech" von März bis Juli, seine Blüten sind rosa bis hell-violett. Der "Rote Steinbrech" steht unter Naturschutz. Von der Pflanzengattung "Steinbrech" gibt es zwischen 450 und 480 Arten in verschiedenen Wuchshöhen und Farben. Einige davon werden ebenfalls medizinisch genützt. Alle Arten gehören zur Familie der Steinbrechgewächse.

Rotes Seifenkraut:

Im gesamten Alpenraum bis 2200 m ist das "Rote Seifenkraut" (Rot-Seifenkraut, "Kleinblütiges Seifenkraut", "Kleines Seifenkraut") angesiedelt. Es gehört zur Familie der Nelkengewächse und blüht rosafarben von April bis Oktober.

Schwalbenwurz:

Die Schwalbenwurz, ebenfalls Sankt-Lorenz-Kraut, Sankt-Lorenz-Wurzel oder "Weiße Schwalbenwurz" genannt, blüht weißfarben von Mai bis August. Sie gehört der Familie der Hundsgiftgewächse an und kommt im gesamten Alpenraum bis auf 2500 Meter Höhe vor. Alle Pflanzenteile sind giftig. In der Volksmedizin wird die Schwalbenwurz bei Vergiftungen und Harnwegsinfekten eingesetzt, in der Homöopathie bei entzündlichen Prozessen und Virusinfektionen.

Schwarze Teufelskralle:

Zu den Glockenblumengewächsen gehört die "Schwarze Teufelskralle" oder "Schwarze Rapunzel". Sie kommt auf Waldsäumen und kalkarmen Wiesen im gesamten Alpenraum bis auf 1500 Meter Höhe vor. Ihre Blütezeit ist von Mai bis Juli, die fünf Kronblätter sind schwarzblau oder schwarzviolett.

Oesterreichisches KohlroeschenSchwarzes Kohlröschen, Österreichisches Kohlröschen

Auch das "Schwarze Kohlröschen", Männertreu oder "Blutströpfchen-Kohlröschen" ist im gesamten Alpenraum bis 2500 m zu finden. Es gehört zu den Orchideengewächsen und blüht schwarz-rot von Juni bis August. In Deutschland gilt das "Scharze Kohlröschen" als besonders geschützt.

Einen intensiven Vanillegeruch strömt das "Österreichische Kohlröschen" aus, das ebenso Brunelle, Blut- oder Blutströpfli, Brändele, Schwärzlein, Mohrenköpfli, Schokoladen- oder Vanilleblümli genannt wird. Vorkommen und Blütezeit sind gleich wie beim "Schwarzen Kohlröschen", seine Farbe dunkel-rotbraun bis dunkel-braunrot. Während das "Schwarze Kohlröschen" eine längliche Form ausweist, ist das "Österreichische Kohlröschen" eher kugelig.

Seidelbast:

Zu den geschützten Arten gehört der Seidelbast. Im Alpenraum bis 2500 Höhenmetern ist der Seidelbast aufzufinden. Rund 70 bis über 90 Arten zählen zur Gattung des Seidelbasts, der in seiner Blütezeit von März bis Mai in unterschiedlichen Farben anzutreffen ist – von weiß und cremefarben über gelb bis rosa. In der Homöopathie wird der Seidelbast bei Hautentzündungen und Hautreizungen eingesetzt. Achtung: stark giftig!

SilberdistelSilberdistel:

Die "Blume des Jahres 1997" ist bis auf 2800 Meter Höhe im gesamten Alpenraum angesiedelt. Die Silberdistel, von der es noch die zwei Unterarten "Gewöhnliche Silberdistel" und "Krausblatt-Silberdistel" gibt, wächst bis zu 40 cm hoch. Sie wird unter anderem auch Wetterdistel, Frauendistel, Eberwurz oder Karlsblume genannt. Ihre Blütezeit ist von Juni bis September. In der Volksmedizin wird die Silberdistel als Grippemittel sowie äußerlich bei Geschwüren und Wunden angewendet. Die Silberdistel ist geschützt.

Stein-Nelke:

Die Alpenblume wächst in Höhen bis 2800 Metern, bevorzugt auf steinigen Böschungen, Felsmatten und -spalten, humosen Fels- oder Steinböden sowie an sonnigen Hängen. Rosa, rot bis rotviolett blüht die Stein-Nelke oder Wild-Nelke in den Monaten von Juni bis Anfang September. Sie steht unter Naturschutz.

Vogel-Nestwurz:

Die Vogel-Nestwurz ist fast überall in Europa bis auf einer Höhe von 1600 Metern anzufinden. Er gehört zur Gattung der Nestwurzen und Familie der Orchideengewächse. Den Namen verdankt die Vogel-Nestwurz der vogelnestartigen Wurzelstock-Form. Ihre Blütezeit ist von Mai bis Juli, ihre Blüten sind hellbraun bis braun oder hellgrau-braun. Sie erreicht eine durchschnittliche Wuchshöhe von 20 bis 35 Zentimetern. Vom deutschen "Arbeitskreis Heimische Orchideen" wurde die Vogel-Nestwurz zur "Orchidee des Jahres 2002" gewählt. Damit sollte auf die Gefährdung ihrer Art hingewiesen werden.

SilberwurzWeiße Silberwurz:

Die "Weiße Silberwurz" gilt als Wahrzeichen arkto-alpiner Flora der Hochgebirge in Europa sowie der Alpen. Neben Alpen und Gebirgen in Mittel-, Nord- und Südeuropa, kommt die "Weiße Silberwurz" gleichfalls in der arktischen Region, in Sibirien, Nordamerika und Ostasien vor. Sie gehört zu den Rosengewächsen und besticht mit meist acht weißen Blütenblättern (ansonsten bei Rosengewächsen fünfzählige Blüten). Ihre Blütezeit ist im Juni und Juli, im Hochgebirge von Mitte Juni bis Anfang August. Die "Weiße Silberwurz" kann bis zu 100 Jahre alt werden und wird unter anderem Hirtwurz, Alpengamänderlin oder Berggamanderlin genannt. In manchen Gebieten steht die "Weiße Silberwurz" unter gesetzlichem Schutz.

Zweiblütiges Veilchen:

In den nördlichen und südlichen Alpen bis auf 2500 Meter Höhe kommt das "Zweiblütige Veilchen" vor, das ebenso als "Bergveilchen" bekannt ist. Es blüht gelbfarben von Mai bis August und wird deshalb ebenso als "Gelbes Veilchen" oder "Gelbes Bergveilchen" bezeichnet. Die Wuchshöhe des "Zweiblütigen Veilchens" beträgt fünf bis 20 Zentimeter.

Quellen:

http://www.steinundkraut.de/alpenblumen.php

https://de.wikipedia.org/wiki/

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