Die Gemeinde Ramsau vereinigt die Ortsteile Ramsberg, das Dorf Ramsau, Ober- und Unterbichl.


Der Name Ramsau lässt sich von einem mittelalterlichen Flurnamen ableiten und bedeutet so viel wie „Raben-Au“. 

Erstmals wird „Ramsowe” im Jahre 1188 im Rahmen einer Schenkung des Salzburger Erzbischofs an das Johannesspital zu Stumm urkundlich erwähnt. „Ramsberg“ scheint 1350 zum ersten Mal in einer Urkunde auf. Die damaligen Urkunden unterscheiden genau zwischen der Bergsiedlung Ramsberg und dem im Tal gelegenen Ramsau. Am Siedlungsausbau, der gegen Ende des 13. Jahrhunderts nur langsam vor sich ging, beteiligten sich als Grundherrschaften vor allem die Salzburger Erzbischöfe, aber auch die Tiroler Landesfürsten, die Herren von Rottenburg, das Benediktinerstift St. Georgenberg und die Herzöge von Bayern. 

Ramsau hatte bis zum 16. Jahrhundert nicht den Status eines Dorfes, erst in dieser Zeit wird ein „Hauptmann von Ramsperg“ genannt. Ihm oblag es z.B., die Abgaben einzutreiben und die Militärstellung zu organisieren. Das Amt wurde jedes Jahr einem anderen Ramsauer übertragen. 

Im 17. Jahrhundert hatte sich auf dem Ramsberg und in Ramsau durch die Knappen des nahen Zeller Goldbergbau-Reviers die protestantische Lehre stark verbreitet. So war die Zahl der Ramsauer Protestanten, die 1837 nach Schlesien und andere Gegenden auswandern mussten, mit 102 Personen besonders groß.

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Im Jahre 1817 erhielt Ramsberg den Rang einer politischen Gemeinde. Da sich nach dem 2. Weltkrieg der Schwerpunkt des Gemeindelebens vom Ramsberg nach Ramsau verlagerte, wurde im November 1978 der Gemeindename „Ramsberg“ zu „Ramsau“ abgeändert. 
Verkehrsmäßig war Ramsau bis 1900 nur über einen schmalen Schotterweg erreichbar. 1901 wurde die Zillertalbahn nach endlosen Diskussionen und Widerständen eröffnet und damit wurde Ramsau an die weite Welt angebunden. In den 30er Jahren erhielt Ramsau auch noch eine asphaltierte Straße. Heute ist Ramsau ein wohlhabender Ort mit einer gesunden Infrastruktur.



Kirchengeschichte:

Die Gemeinde Ramsau untersteht bis heute der Pfarre Zell. In den Jahren 1841 – 1843 wurde auf dem „Birgler“, von dem aus man einen schönen Ausblick genießt, die kleine Kirche „Zu den Sieben Schmerzen Mariens“ errichtet, also in einer Zeit, als im Zillertal die Erinnerung an den Auszug der Protestanten noch lebendig und die religiöse Gleichgültigkeit bei den Bewohnern groß war. So wurde der Bau vorwiegend mit freiwilligen Helfern und Mitteln aus den umliegenden Gemeinden errichtet.

Die Kirche ist ein spätklassizistischer Saalbau mit einem Dachreiter. In einer Nische an der Außenfassade steht eine vom Bildhauer Johann Sporer geschaffene Pietà. Das Bild am Hauptaltar aus dem 18. Jahrhundert stellt die Kreuzabnahme dar. Der kleine Seitenaltar ist dem in Ramsau geborenen Franziskanerpater und Märtyrer, dem seligen Engelbert Kolland gewidmet. Eine besondere Rarität stellt die vom „Maler Lois“ geschaffene Weihnachtskrippe dar. Sie umfasst rund siebzig Figuren, von denen viele in Zillertaler Tracht gekleidet sind. Auf den nahen Goldbergbau weisen die zahlreichen Bergknappen sowie die Stolleneingänge am Krippenberg hin.

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Quellen: Geschichte Tirol und Beatrix & Egon Pinzer ( Ziller tal,Tuxer tal, Gerlostal)

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Offizielle Seite der Gemeinde Ramsau
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