Die Rastkogelhütte – 2124m
Die Rastkogelhütte liegt knapp unterhalb des Sidanjoches im Almgebiet des Schwendberges. 
Wie erreicht man die Rastkogelhütte
Die Rastkogelhütte hat einen nur sehr kurzen Anstiegsweg. Dieser beginnt in der Sidanalm am Hochschwendberg. Von einem kleinen Parkplatz an der Zillertaler Höhenstraße aus (1. Kehre nach der Mautstelle) erreicht man die Hütte in etwa 45 min.
Geschichte Rastkogelhütte
Sie wurde 1930 von der Sektion Werdau und Sachsen-Altenburg gebaut. Die Hütte entsprach dem damaligen hohen Standard, was Größe und Ausstattung betraf. Auf der Grundfläche von 10 x 14m wurde ein aus Bruchsteinblöcken der nahe gelegenen Sidanalm das Erdgeschoß errichtet, darüber der 1. Stock mit 12 Betten und 18 Matratzenlagern und das Dachgeschoß mit 20 Heulagern als Blockbau in Holz. Elektrizität für Küche, Heizung und Beleuchtung erleichterten den Hüttenalltag ungemein, für einen bequemen Aufenthalt sorgten zu dem fließendes Warm- und Kaltwasser in den Zimmern. Inmitten unsicherer Besitzverhältnisse vernichtete ein Großbrand im November 1953 die Rastkogelhütte.

Trotz widriger Rahmenbedingungen begann man mit dem Wiederaufbau und konnten 1955 die Hütte wieder eröffnen. In den folgenden Jahrzehnten folgten Sanierungsmaßnahmen, großteils die Wasserversorgung betreffend.
Wie die meisten Hütten, die von ostdeutschenSektionen erbaut wurden, blickt die Rastkogelhütte auf eine wechselvolle Besitzergeschichte zurück. Erbaut von den beiden Sektionen Werdau und Sachsen-Altenburg, musste 1938 die Sektion Sachsen-Altenburg aufgrund der drückenden Schuldenlast vom Hüttenvertrag zurücktreten, und die Sektion Werdau wurde zum alleinigen Hüttenbesitzer.
Nach der verordneten Auflösung der Sektion Werdau nachdem 2. Weltkrieg wurde diese nicht wieder mit Sitz im Westen Deutschlands gegründet. Dafür übernahm 1956 die in Oberkochen gegründete Sektion Jena die Treuhandschaft über die Rastkogelhütte. Durch die Umbenennung der Sektion Jena in die Sektion Oberkochen im Jahre 1972 wurde der Weg geebnet, damit 1976 die Rastkogelhütte per Kaufvertrag in den Besitz der Sektion Oberkochen übergehen konnte. Um die Verwirrung perfekt zu machen: Die Sektion Jena wurde nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 in Jena wieder gegründet, die Rastkogelhütte verblieb aber bei der Sektion Oberkochen.






