Interview: Die jungen Zellberger

Erst 33, 35 und 36 Jahre alt, können Josef, Andreas und Markus Rahm bereits auf eine lange erfolgreiche Laufbahn zurückblicken - nächstes Jahr feiern sie ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum. Ein großer Schritt auf der Karriereleiter der Brüder war die Auszeichnung mit dem begehrten Herbert-Roth-Preis als erfolgreichste Gruppe des Jahres 1998 in Österreich, Deutschland, Schweiz und Südtirol. Josef traf sich mit „gfiarig" zum Interviw und gab Einblick in das aufregende Musikerleben der drei.
Am 21. August 2015 feiert ihr in der ErlebnisSennerei Mayrhofen euer 20-jähriges Bühnenjubiläum, wo ihr auch euer zehntes Album präsentiert. Auf welche besonderen musikalischen Schmankerln dürfen sich eure Fans da freuen?
Dieses Jubiläumsfest veranstalten wir als Dankeschön für unsere treuen Fans. Dazu haben wir natürlich musikalische Freunde geladen: Marc Pircher, Mario & Christoph, Hannah, die Zellberg Buam und die Zillertaler Haderlumpen werden mit uns feiern, durch den Abend wird Radio U1 Moderator Roland Fankhauser führen. Am Album arbeiten wir derzeit, soviel sei verraten, es wird wieder Gassenhauer in unserem typischen Sound geben, einige neue Geigenstücke – von Altbewährtem bis zu modernen Stücken wird alles dabei sein. Texte schreibt wieder unsere Mama Rosmarie, einiges texten wir selbst, anderes kommt von bekannten Komponisten der Szene.
20 Jahre Vollblutmusiker neben Vollzeitjobs (Josef ist Fahrlehrer, Andreas Maschinenbauingenieur und Markus hat die elterliche Landwirtschaft übernommen). Soll die Musik irgendwann Beruf werden?
Wir haben die Musik immer als Hobby gesehen und wollen das auch so beibehalten. Denn bei uns steht die Freude am Musizieren im Vordergrund und das soll so bleiben.
Wie lassen sich Musik, Beruf und Privatleben vereinbaren, ohne dass irgendwas oder -jemand darunter leiden muss?
Das ist nicht immer leicht. Aber unsere Partnerinnen haben uns ja mit der Musik kennengelernt, sie sind's schon gewohnt, dass wir oft unterwegs sind und freuen sich umso mehr, wenn wir wieder nach Hause kommen. Und manchmal sind sie sogar froh, wenn wir weg fahren (lacht).
In 20 Jahren habt ihr sicher so mancherlei erlebt. Gibt's ein Ereignis, das euch geprägt hat?
Immer in Erinnerung geblieben ist uns eine Begegnung ganz am Beginn unserer Musikkarriere. Ich war damals zwölf Jahre alt. Wir haben für die Gäste eines Hotels musiziert. Eine Seite der Geige war gerissen, worauf ein Gast zu mir kam. Ich sagte ihm, dass die Geige nur geliehen war – ich konnte sie mir damals noch nicht leisten. Er war von uns und unserer Musik so begeistert, dass er sofort einen Scheck ausstellte, damit ich mir die Geige kaufen konnte. Das war für uns eine wichtige Ermutigung, mit der Musik weiterzumachen.

Auftritte führen euch durch Österreich, Deutschland sowie in die Schweiz und nach Holland. Was steht in der nächsten Zeit an?
Heuer stehen noch einige Auswärtsauftritte auf dem Programm. In der Heimat spielen wir am 5. Jänner 2015 und zwar im „Laterndl Pub" in Finkenberg beim „Percht'n schaun".
Euer erster Fernsehauftritt war 1995 in der volkstümlichen Hitparade im ZDF, 1998 folgte die Teilnahme am internationalen Grand Prix der Volksmusik, weiters gab es Auftritte in der ORF-Hitparade und im Musikantenstadl. Was haben euch die Fernsehauftritte gebracht?
Mit einem Schlag einen großen Bekanntheitsgrad und viele Anfragen. Darauf waren wir gar nicht vorbereitet, mussten uns erst intensiv damit beschäftigen und ein breiteres Programm erarbeiten. Wir freuen uns auch, dass es jetzt einen Sender gibt – „Melodie TV" -, der wieder Volksmusiksendungen ausstrahlt und bei dem wir regelmäßig zu Gast sein dürfen.
Welche Bedeutung hat die Musik für euch persönlich?
Musik hat bei uns daheim schon immer dazugehört, wir sind damit aufgewachsen und haben schon früh musiziert. Wahrscheinlich haben wir das von unserem Großvater, der ebenfalls leidenschaftlich musiziert hat, den wir aber leider nicht mehr kennenlernen durften. Musik können wir uns gar nicht wegdenken, sie würde uns fehlen. Sie ist außerdem ein schöner Ausgleich zum Alltag.
Kontakt:
Die jungen Zellberger
Josef Rahm
Zellberg 225, 6277 Zellberg
0650/4326432






