Interview: Zillertaler Gipfelstürmer
Seit fast dreißig Jahren gibt es die „Zillertaler Gipfelstürmer“, aktuell in der Formation: Fritz, Eileen, Stevie, Michl, Andy, Sibi - je nach Größe der Veranstaltung. Musikalische Perfektion, beinharte Arbeit, Ausdauer und eiserner Wille machten die Gipfelstürmer zu einer der Top-Bands der Musikszene.

Nach dem Durchbruch mit dem Sieg bei der „Krone der Volksmusik 1991“ sowie beim „Grand Prix der Volksmusik 1993“, war der Weg zu TV-Stationen und Großveranstaltungen wie u. a. dem Münchner Oktoberfest, geebnet. Wir trafen Frontman Fritz „Diesi“ Diesenreither.
Die „Gipfelstürmer“ sind seit vielen Jahren ganz oben. Warum wurde zudem vor 14 Jahren „Hot Spot“ gegründet?
Um nicht miteinander verwechselt zu werden. Mit „Hot Spot“ in kleiner Formation wollen wir in erster Linie Musik für die Jugend spielen.
Mit welchem Repertoire punkten die „Gipfelstürmer“, mit welchem „Hot Spot“?
Hot Spot hat sich immer sehr auf Partysound spezialisiert. Mittlerweile haben wir beide Bands vermischt, es spielen auch bei Hot Spot nur Musiker von den Zigipf und wir gehören vorwiegend in den großen deutschen Bierzelten mit den Gipfelstürmern zu den guten Partybands.
Das breite Spektrum macht euch wahrscheinlich so besonders?
Unsere Vielseitigkeit hält uns seit vielen Jahren sozusagen am Leben. Wir spielen sowohl bei echten Volksmusik-Treffen ohne Technik als auch auf Riesen-Festzelten vor 5000 Personen, mit großer Besetzung und Live-Schlagzeug.
Ihr versucht außerdem, eigene Sachen zu machen, nicht mit anderen mitzuschwimmen?
Ja, wir sind immer Grenzgänger gewesen.
Ansonsten würde man am Markt wohl kaum so lange bestehen können?
Die unterschiedlichen Veranstaltungen sind jedes Mal eine neue Herausforderung, vor allem musikalisch. In den letzten 20 Jahren hat sich in der Musikszene soviel geändert, dass es oft schon sehr eigen ist, werden doch z. B. manche Bands und Gruppen sehr künstlich in die Höhe gepuscht.
So viele Jahre – da gibt es doch sicher lustige Erlebnisse?
Wir haben einmal unser Equipment in einem falschen Ort zu einer falschen Veranstaltung aufgebaut. Die beiden Orte hießen ähnlich und lagen nah beieinander. Seither lese ich Verträge genauer durch.
Das Motto von deinem Studio lautet: „Tonstudios gibt‘s viele ...uns gibt‘s nur einmal“ ...?
Mit „Diesi Musik“ versuchen wir, eine perfekte Kombination aus Aufnahme, Kompositionen, Top-Qualität – für jede Anwendung und jedes Budget - zu bieten. Wir produzieren sehr vielseitig. In Kürze beginnen wir die Arbeit an einer Musical-Produktion.
Da bist du ja ein „starkes Erbe“ angetreten?
Stimmt, ich habe das Vorrecht erhalten, im bekannten „HAVRAN“-Studio weiterzuarbeiten. Darum habe ich auch ein eigenes Label und einen Verlag gegründet.
Du produzierst gleichfalls Nachwuchsbands?
Sehr viele sogar. Ich denke, mit jungen Musikern zu arbeiten, macht Sinn.
Es gibt Top-Titel für Musikerkollegen, die aus deiner Feder stammen. Verrätst du einige?
Sicherlich: Marc Pirchers „Grand Prix“-Sieg „Hey Diandl“. Grubertaler: „Ramba Zamba“, Zillertaler Haderlumpen: „Hallo Halli – a Haderlump bin i“, Willi Kröll: „A Liadl, des von Herzen kommt“...
Was bedeutet Musik für dich persönlich?
Mein Leben und meinen Job, den ich versuche, so gut wie möglich zu machen und Spaß daran zu haben.
Kontakt:
Zillertaler Gipfelstürmer | Hot Spot
Fritz Diesenreither
Niederhart 135
6265 Hart
0664 / 338 20 48
Interview | Februar 2012






