"A bissal Musig mach'n und a bissal Gaudi hob'n", lautet das Credo der "Zillertaler Berggranaten" und – sie haben einen Traum, nämlich den der Volksmusik. Und diesen Traum leben die beiden 24-Jährigen, Mathias Grießenböck und Martin Hauser, sowie der 27-jährige Bernhard Dornauer. Heuer, im April, feierte das Trio sein fünfjähriges Jubiläum.

Zillertaler Berggranaten Gruppenbild 

Mathias und Martin lernten sich 2011 in der LLA Rotholz kennen und musizierten erst einmal als Duo mit dem Namen "Berggranaten". Nach einigen kleineren Auftritten stießen die zwei bei einer Spielerei auf Bernhard, spielten "aus Gaudi" gemeinsam und waren sofort vom "Groov" oder "Schmiss" ihrer Klänge begeistert – die Geburtsstunde der „Zillertaler Berggranaten“, kurz „ZBG“.

Musikalische Gene können alle drei vorweisen, Mathias zudem eine 16-monatige Spielzeit bei der Militärmusik Tirol. Mittlerweile begeistert das Trio mit seiner Musik auf (Zelt-)Festen, Bällen und Hochzeiten. Im Einsatz sind die "ZBG" in ganz Tirol sowie in den benachbarten Bundesländern, ebenso in Südtirol, Deutschland und im Elsass.

Zwei Alben habt ihr bis jetzt rausgebracht und beiden liegt ein Motto zugrunde. So heißt eure erste Produktion "A bissal Musig mach'n", die zweite "Unser Traum ist die Volksmusik". Was gibt's darauf zu hören?

Unser Live-Programm reicht ja von bodenständiger volkstümlicher Musik über den Schlager bis hin zu modernen, rockigen Klängen und aktuellen Hits. Unsere CDs sind vorwiegend von der Volksmusik geprägt. Das erste Album erschien 2015 und enthält 13 abwechslungsreiche Titel, das zweite kam letztes Jahr heraus und enthält flotte Polkas, schmissige Boarische, gefühlvolle Walzermelodien und einen etwas rockig angehauchten Titel. Ein drittes ist bereits in Planung.

Wie sieht's mit Eigenkompositionen aus?

Bernhard und Martin texten und komponieren bei uns. Auf unserer zweiten CD sind bis auf drei Titel alles Eigenkompositionen.

Ihr habt ebenfalls ein Musikvideo aufgenommen?

Ja, und zwar ganz professionell in Kooperation mit Tyrolis und dem slowenischen Fernsehsender Folx TV. Gedreht wurde auf der Bärenbad-Alm in Aschau und auf der Granatalm am Penken. Zu sehen gibt es das Video dann voraussichtlich ab November auf Folx-TV, auf YouTube und natürlich auf unserer Facebookseite. So viel sei verraten: Es geht dabei um die Frauen ...

Voraus besteht eure "Hauptbesetzung"?

Aus zwei diatonischen, steirischen Harmonikas und einer Gitarre. Im Laufe des Abends wechseln wir für die moderne Welle auf E-Gitarre, E-Bass und Keyboard.

Ihr habt eine ganz eigene Art zu spielen?

Wir versuchen schon einen eigenen Sound und eine eigene Art zu kreieren, was sich natürlich gerade im Zillertal bei unserer Musikrichtung nicht ganz einfach gestaltet. Vor allem Bernhard spielt die Ziehharmonika komplett auf altem Stil, da er es so gelernt hat. Das wirkt sich unserer Meinung nach schon stark auf den Rieb (ein in der Volkmusikszene gerne verwendetes Zillertaler Dialektwort für Groov) aus. In Kombination mit einer sich anschmiegenden und trotzdem dominanten Gitarre ist der Sound dann komplett und “steht“ sozusagen. Wenn man mit "Brustfleck" auftritt, fühlt und spielt man auch irgendwie anders, kommt glaubwürdig rüber und bei den "Mädels" gut an (lachen). Wir verstellen uns nicht beim Spielen.

Was bedeutet euch die Musik?

Vor allem Freude. Und sobald wir zusammen auf der Bühne zu spielen beginnen, können wir nach einem anstrengendem Arbeitstag so richtig abschalten, und es lösen sich auch etwaige Meinungsverschiedenheiten und Unstimmigkeiten auf.

Bei euch gibt's Unstimmigkeiten?

Sagen wir so: Wir haben untereinander eine Hetz' und eine Gaudi, und wenn mal was nicht passt, dann sprechen wir das auch an. Insider-Witze gehören bei uns zur Tagesordnung. Wir haben eine ganz eigene Art miteinander umzugehen. Wir sind drei Köpfe, zusammengefasst zu einem großen Kopf. Wir haben uns nicht gesucht, aber gefunden. Auf der Bühne können wir auch wortlos kommunizieren.

"Glück, Gesundheit, Zeit und musikalisch vorankommen" stehen auf eurer Wunschliste ganz oben. Ist es das, das euch verbindet?

Wir schwingen sozusagen auf der gleichen Wellenlänge, sind bodenständig und bescheiden. Deshalb g'schaffen wir wahrscheinlich so gut und passen so gut zusammen.

Und ihr habt ein eigenes ZBG-Fest?

Dieses wollen wir zu einem jährlichen Fixpunkt etablieren. Bei unserem ersten ZBG-Fest waren wir überwältigt von der vollen Festhalle und gingen mit Gänsehaut auf die Bühne. Das war schon ein ganz spezieller Moment. Unser nächstes, das dritte ZBG-Fest, findet wahrscheinlich wieder in der Festhalle Hart statt und zwar am 26. April 2019.

Im Zuge eures 2. ZBG-Festes habt ihr zugunsten der "Bäuerlichen Soforthilfe für den Bezirk Schwaz" Spenden gesammelt und die zusammengekommene Summe großzügig zu einem stolzen Betrag aufgerundet. Ist es euch ein Anliegen, anderen zu helfen?

Unbedingt. Und wir suchen uns gezielt regionale Organisationen aus, bei denen wir sicher sein können, dass wirklich das gesamte Geld für den Zweck verwendet wird und nichts in der Bürokratie verschwindet.

Was motiviert euch?

Wir sind schon mit Musik aufgewachsen. Da hat man die Musik einfach von klein auf im Kopf und dies hat sich dann weiterentwickelt. Wenn man dann noch mit dieser Musik, die einen selbst begeistert, anderen Menschen Freude bereiten kann und die Emotionen wahrnimmt, dann treibt das ungemein an.

Zillertaler Berggranaten
Martin Hauser
Stummerberg 3
A-6276 Stummerberg

+43 664/5971589
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www.zillertaler-berggranaten.at

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