„Am Dancefloor spielns an Boarischen“ heißt das neue Album der Freddy Pfister Band aus dem Zillertal, die am 1. April pressfrisch auf den Markt kam. Und sie ist wahrlich kein Scherz, ihre fünfte CD, ganz im Gegenteil, sorgt sie doch mit 14 schwungvollen Titeln wie „Polkabluat“, „Mädelsflüsterer“ oder „Der Segen der Berge“ für Stimmung und gute Laune.

Dem volkstümlichen Stil bleibt ihr treu?
Ja, aber nicht nur. Die Freddy Pfister Band gibt‘s mittlerweile seit über elf Jahren und wir spielen Schlager ebenso wie volkstümliche Musik. Bei den CDs wechseln wir uns ab. Vor zwei Jahren erschien zum Beispiel mit „Unglaublich“ eine reine Schlager-CD.
Wie hießen eure anderen drei Alben?
„Mei Hoamat-Tat too“, „Unser Garten Eden ist das Zillertal“ und unsere erste CD betitelten wir mit „Sogar das Edelweiß wird rot, wenn du dein Dirndl trägst“. Erschienen sind übrigens alle fünf Tonträger bei Tyrolis.
Wer komponiert und textet?
Es gibt einige renomierte Komponisten und Texter in der Branche, die uns ganz eigene Songs sozusagen „auf den Leib“ schreiben. Und wenn wir selbst gute Ideen haben, halten wir das natürlich ebenfalls fest.
Was ist das Besondere an euren Einspielungen?
Wir spielen jeden Ton live. Da legen wir ganz speziellen Wert drauf. Bei jedem Lied werden alle zu hörenden Instrumente auch wirklich gespielt.
Unser Motto:
Jeder soll sein Instrument und seine Stimme einsetzen. Im Tonstudio spielen wir unsere Instrumente natürlich selber, und der Gesang sowie die Chöre kommen auch aus unseren Kehlen. Für die gesamten Produktionen (Arrangements, Tontechnik, Mix sowie die besten Tipps und Spitzenideen) ist seit 2009 Stefan Erler (Intersound Studio) vom Weerberg zuständig und liefert jedesmal ein Meisterwerk ab.
Auch bei Auftritten spielt ihr live?
Selbstverständlich, das ist uns ein ganz großes Anliegen. Wir setzen auf der Bühne weder Midifiles noch irgendwelche Playbacks ein. Einzige Unterstützung, die wir verwenden, ist ein elektronisches Schlagzeug, welches aber während des Auftritts bedient werden muss. Es gibt also keine programmierten Abläufe der Lieder! Für uns ist dies einer der wichtigsten Aspekte – selbstgespielte Musik! Alles andere empfinden wir als „Verarsche“ der Fans und Besucher der Veranstaltungen.

Wann geht die Spielsaison wieder los?
Ab Ende April sind wir fast jedes Wochenende unterwegs - in Tirol, Südtirol, Deutschland, Holland und der Schweiz. Darüber hinaus sind wir natürlich im Zillertal das ein oder andere Mal zu sehen und zu hören. Insgesamt kommen wir jährlich auf 80 bis 100 Live-Auftritte. Dabei sind wir – ob Geburtstagsparty, Hochzeit oder Sonstiges – für jeden gemütlichen Abend zu haben. Die Größe der Veranstaltung spielt für uns keine Rolle – lautet unser Slogan. Sogar in diversen Radio- und TV-Sendungen waren wir schon vertreten und freuen uns über weitere Auftritte.
Ihr seid für eine Top-Bühnenshow bekannt?
Wie schon aufs Live-Spielen legen wir gleichfalls auf ein professionelles Bühnenbild mit Licht-, Laser- und Tonanlagen besonderen Wert. Für den Transport haben wir einen Lkw, unsere „Traudl“, und technisch kompetent betreut werden wir vom „InnTeam Eventservice“.

Die Freddy Pfister Band ist also aktuell gut aufgestellt und perfekt gerüstet. Wer sind die Musiker?
Frontman Freddy Pfister ist in Ramsau/ Zillertal zuhause und ein Meister auf dem Akkordeon.
Martin Penz kommt aus Navis/ Wipptal, spielt die Steirische Harmonika, E-Bass und sein Hauptberuf ist Religionslehrer.
Gregor Machater ist ein Könner am Bass und Bariton und lebt in Stuhlfelden im Pinzgau.
Dem Gesang haben wir uns alle verschrieben.
Es gab aber schon einigen Musikerwechsel und Schicksalsschläge bei euch?
Das stimmt. Die „Geburt“ der Freddy Pfister Band war 2006 und zwar vorerst unter dem Namen „Band ohne Kurt“ - mit Freddy Pfister, Daniel Grissemann und Josef Sandhofer. Ein Jahr später folgte dann die Namensänderung auf Freddy Pfister Band. Als Josef ausstieg, stieg Harry Wudler als Gitarrist und Sänger ein, 2009 trat Andreas Innerbichler in die Fußstapfen von Harry. 2015 kam anstelle von Daniel, Michael Eibinger als Akkordeonist und Bassist.
Im März 2016 verstarb Michael mit nur 40 Jahren an einem Herzinfarkt. Im Mai 2016 kamen Martin Penz und Gregor Machater zur Band. Letztes Jahr im August schied Andreas Innerbichler traurigerweise aus seinem erst 35 Jahre jungen Leben. Als Gitarrist begleitet uns seitdem Alex Reichinger.
Nun hoffe ich, dass ich keinen Kollegen mehr auf so tragische Weise verliere, und ich noch viele schöne Jahre mit meinen Jungs erleben kann. Die Erinnerungen an Andy und Michi bleiben, und die beiden sind in Gedanken immer mit uns gemeinsam auf der Bühne.
Was bedeutet die Musik für euch?
Wir leben die Musik und können uns unser Leben ohne Musik gar nicht vorstellen.
Ihr habt noch was am Herzen?
Ja, wir wollen uns bei Bernhard Ungerank bedanken. Von Beginn an ist Ungerank.com für unsere Bandfotos zuständig und wir fühlen uns dort in besten Händen.
Kontakt:
Freddy Pfister Band
6284 Ramsau, Oberbichl 714
Tel.: 0664 / 343 22 00
www.freddy-pfister-band.at






