erdige zünftige Musik ohne Verstärker
Der Dialektausdruck „stualaus“ beschreibt einen Zustand, bei dem es sozusagen „drunter und drüber“ geht. Das kann man zwar bei den fünf Musikanten aus dem Zillertal nicht behaupten, jedoch richtig rund geht es, mitgesungen und getanzt wird, wenn die Stualausmusig aufspielt.
Vor elf Jahren wurde die Stualausmusig von Gerhard Anker gegründet. Anker absolvierte sein Studium am Tiroler Landeskonservatorium, seit 1991 ist er Kapellmeister der Musikkapelle Brandberg. Er ist ehemaliges Mitglied der Brassband-Fröschl Hall, spielte in verschiedenen Bläserensembles und Volksmusikformationen und ist Substitut beim Tiroler Symphonieorchester Innsbruck und beim Vorarlberger Symphonieorchester.
Der Vollblutmusiker holte sich damals Klaus Aschenwald, Franz Gahleitner, Florian Wechselberger und Peter Lechner mit ins Boot. Anstelle von Aschenwald rückte Franz Brugger nach.
Abwechslungsreiches Repertoire „Zu Beginn haben wir noch viel geprobt, jetzt geht vieles von selbst. Mittlerweile beherrschen wir sicherlich ein Repertoire von 100 Liedern und spielen auch ganze Hochzeiten“, erklärt der Direktor der Hauptschule Mayrhofen, Peter Lechner. Musiziert wird immer ohne Verstärker. „Unser Programm ist eine Mischung aus Volksmusik und volkstümlicher Musik“, erklärt Lechner.
Zu hören ist die Stualausmusig bei kleinen Feiern, Geburtstagen u.v.m. Besonders gerne sind die fünf Musikanten im Advent in Kirchen unterwegs, wo sie ihr weihnachtliches Programm präsentieren.
Zwei unterschiedliche Besetzungen und gesanglicher Hochgenuss „Bei uns wird in zwei verschiedenen Besetzungen gespielt. Einmal mit Geige, Klarinette, Harfe, Ziehharmonika und Bassgeige oder mit Posaune, Klarinette, Bassgeige, Ziehharmonika und Harfe“, sagt Lechner. Auch gesanglich brauchen sich die fünf Männer nicht zu verstecken - jedes Gruppenmitglied singt - die Stimmen passen herrlich zusammen.
Auf Moderation und Witze zwischen den Liedern wartet man bei der Stualausmusig vergeblich, der Hörer soll sich schließlich ganz auf die Musik konzentrieren.
Die Gruppe hat bisher zwar noch kein Lied selbst geschrieben, es wäre aber ein erklärtes Ziel für die nächsten Jahre. „Wir musizieren alle sehr gerne und das nehmen uns die Leute auch ab. Zudem kommen wir alle sehr gut miteinander aus und haben Spaß an dem, was wir machen“, setzt Lechner abschließend ein passendes Zitat.








