ZZ - Die Zuagroasten Zillertaler im Interview
Sie sind erst 17 und zwölf Jahre alt und doch musizieren sie „wie die Großen“. Christoph und Florian Föttinger sorgen seit fast zwei Jahren als „ZZ – Die zuagroasten Zillertaler“ für Furore.

Christoph entlockt der Gitarre zünftige Klänge, besucht die Zillertaler Tourismusschule, möchte danach JUS studieren und mit der Musik weitermachen.
Florian errang 2012 den Staatsmeistertitel an der „Steirischen Harmonika“, besucht die Musikmittelschule, ist in der BMK aktiv, möchte später das Konservatorium in Innsbruck besuchen und Musik studieren. Dafür, dass Schule und Musik gleichermaßengut „betreut“ werden können, sorgt Mama, während Papa sich als perfekter Manager der beiden engagiert.
Warum dieser Name? Von wo seid ihr „zuagroast“?
Vor drei Jahren aus Oberösterreich. Unser Vater ist Oberösterreicher, unsere Mutter Tirolerin. Da unser Musikstil zum Zillertal passt, wollten wir „Zillertal“ im Namen haben. Auch der Ziacha-Lehrer Hubert Klausner prophezeite Flo: „Aus dir machen wir noch einen echten Zillertaler!“ Daher „Die zuagroasten Zillertaler“.
Seit wann musiziert ihr?
Wir haben schon in OÖ mit unserem dritten Bruder und einem Cousin musiziert. „Mitbekommen“ haben wir die Musik von unseren Eltern, die „für den Hausgebrauch spielen“ - Mama Gitarre, Papa Ziacha. Seit wir im Zillertal sind, spielen wir zu zweit. Unseren ersten öffentlichen Auftritt in der neuen Heimat hatten wir im Juni 2011 beim „Tag der Generationen“ im Hotel Sonnenhof.
Coversongs oder Selbstgetextetes?
Wir spielen volkstümliche Stücke und Stimmungsmusik sowie bekannte Schlager. Zurzeit nehmen wir unser erstes Album auf, und zwar hauptsächlich Stücke von uns selbst und von anderen eigens für uns getextete und komponierte Lieder. Aufgenommen wird bei Fritz Diesenreither „diesi musik“/„Tirol Musik complete“ in Bruck. Mitte Sommer wird der Tonträger voraussichtlich fertig.

Was hebt euch von anderen ab, macht euch besonders?
Vor allem das Alter - es ist eher selten, dass so junge Musiker schon so viel unterwegs sind und sogar, so wie Flo, einen Staatsmeistertitel haben. Außerdem unser „grechter“, lockerer Zugang zu den Leuten und Florians spezieller Charme auf der Bühne.
Auftritte?
Im Winter ist in der Schule mehr zu tun, da spielen wir einmal wöchentlich. Im Sommer können wir uns ganz auf die Musik konzentrieren. Da spielen wir mindestens zweimal die Woche: in Hotels, auf Almen, bei Almabtrieben, bei Geburtags- und Hochzeitsfeiern usw. Letztes Jahr haben wir beim „stummer schrei“ - Auftaktfest gespielt sowie beim „Museumskirchtag“ in Zell.
Was bedeutet euch die Musik?
(beide, wie aus der Pistole geschossen)
Viel! Es ist ein Ausgleich zur Schule. Musik machen ist genial, da vergisst man alles andere. Wenn die Leute mitgehen, auf einen zugehen und sagen „das ist echt lässig, was ihr macht“, dann gibt einem das schon etwas. Das motiviert! Die Musik ist für uns ein großes Hobby, das viel Zeit in Anspruch nimmt und auch ein gutes Taschengeld bringt. So konnten wir bisher unsere Instrumente und die Anlage selbst finanzieren und möchten diese noch um ein Keyboard erweitern.

Kontakt:
ZZ - Die Zuagroasten Zillertaler
Christoph & Florian Föttinger
Bahnhofsstraße 3
6280 Zell am Ziller
0664 / 156 30 31
ZZ - Die Zuagrosten Zillertaler
Interview | Februar 2013






