Z3 haben angekündigt mit Ende 2019 ihre gemeinseame Karriere zu beende!

 

(altes Interview)
Interview: Z3

Seit Herbst 2008 bereichern „Z3 - Die drei Zillertaler“ die volkstümliche Musikszene. Und die allesamt bereits aus Familie und früheren Formationen „vorbelasteten“ Vollblutmusiker, die sich selbst managen, haben was drauf:



Der 40-jährige Herbert Kröll vom Stummerberg, der die Musik bereits zum Beruf gemacht hat, begeistert an der Rhythmusgitarre, Bassgeige sowie mit seiner hohen Stimme und seinem besonderen Zungenschlag beim Jodeln. Außerdem ist er sozusagen der „Haus- und Hofkomponist“ des Trios. Josef Wechselberger aus Rohrberg begann schon im zarten Alter von zehn Jahren die Steirische Harmonika zu spielen.
Mittlerweile ist der 36-jährige Zimmerer, der bei Holz Binder als Schichtleiter in der Abtl. Hobeltechnik arbeitet, Perfektionist und gibt ebenfalls am Bass sowie als Sänger und Conférencier musikalisch Vollgas. Stefan Schiestl vom Aschauer Distelberg war sogar erst sechs Jahre jung, als er sei- ne ersten Gehversuche auf der Steirischen Harmonika unternahm. Nun ist der Metzger ein „Meister auf der Steirischen“, der so manche Tricks auf Lager hat. Für das Interview stand Herbert Rede und Antwort:

Was macht euch anders, als die anderen Volksmusikgruppen?
Eventuell der „Rieb“, also, der Groove, wie es neudeutsch heißt. Stefan, der bei uns die 1. Steirische spielt, hat sich alles selbst beigebracht und es ist eine ganz eigene Art, Ziacha zu spielen, das macht es vielleicht ein wenig aus.

Auch sind unsere Stimmen ein wenig anders und wir spielen neben der volkstümlichen Musik ebenfalls moderne Titel. „Buam vom Land“ nennt ihr euch u. a. - spiegelt sich das in eurer Musik wider? Ja, denn wir sind alle drei im Zillertal aufgewachsen und so- mit sind unsere Wurzeln untrennbar mit der volkstümlichen Musik verbunden. Vor allem die Schürzenjäger haben uns wesentlich beeinflusst. Wir wollen einfach die Musik machen, die wir uns auch selber anhören würden und nichts aufnehmen, wo wir nicht selbst dahinterstehen.

Worauf legt ihr bei euren eigenen Titeln den Schwerpunkt?
Es muss ein „roter Faden“ da sein. Ich baue oft Titel auf Sprüchen auf. Da ist ein Thema und ich texte und komponiere Strophen und Refrain dazu. Es darf aber nicht zu schwer sein, wir wollen nicht die Welt verbessern, wir sind Unterhaltungsmusiker, möchten ein gutes Gefühl vermitteln. Ich kann alltägliche Themen hernehmen und versuchen, sogar dort, wo andere nur Negatives sehen, die heitere Seite herauszuholen. Der Anspruch darf jedoch trotzdem nicht fehlen - Texte, die sich nur reimen, aber keinen Sinn ergeben, sind nicht das Meine.

Gibt es besondere Erlebnisse in eurer Z3-Laufbahn?
Es hat posititive und negative Erlebnisse gegeben. Aus negativen Erlebnissen kann man lernen und schöne Erlebnisse geben einem enorme Motivation. Bei Fernsehsendungen stört mich oft diese in eine Schiene hineingepresste Klischeehaftigkeit. Was treibt euch an? Musik zu machen, die man gerne macht, die einem nicht aufgezwungen wird - das ist eigentlich Luxus.
Dabei ist bestimmt von Vorteil, dass wir im Zillertal zu Hause sind. Wir sind „Bauchmusiker“ und im Zillertal wird eben mehr nach Gefühl, als nach Noten gespielt. Das macht sicher den Erfolg aller Zillertaler Musiker aus, Musik zu spielen, die „in die Hax‘n und ins Ohr geht“.

„Eine sicher nicht alltägliche Gruppe“ heißt es bei euch - warum oder wodurch?
Wir spielen ebenfalls moderne Musik, etwas, was von einer volkstümlichen Gruppe nicht unbedingt erwartet wird. Dabei haben wir nicht nur standard- mäßige deutsche Schlager im Gepäck, sondern ebenso Welt- hits und Klassiker von Stars wie Robbie Williams, Bon Jovi usw. Unser Ziel ist aber deshalb nicht, eine Coverband zu werden, sondern über die Jahre unseren eigenen Weg zu finden. Das ist ja auch wieder typisch Zillertal - die Musik, die viele Gruppen hier machen, sind alles „gewachsene Sachen“ mit Liedern, die „hängen“ bleiben. Das ist das gewisse Etwas der Zillertaler, das unsere Musik über die Grenzen hinaus bekanntmacht.

Nächste Auftritte/Highlights 2014?
Wir sind zwischen 80- bis 100- mal im Jahr zu Auftritten unterwegs, im In- wie Ausland. Unser traditionelles Zeltfest feiern wir heuer am 14. und 15. August in Hart. Das nächste große Event ist die Präsentation unserer fünften CD, die am 4. April im Brück‘n Stadl in Mayrhofen stattfindet und zu der wir herzlich einladen.

Kontakt:

Schiestl-Kröll-Wechselberger Gesnbr
Distelbergstrasse 14
A-6274 Aschau
Tel.: 0664 / 4334006
http://www.z-3.at

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