Gerlosbluat im Interview
2013 war es, als „Gerlosbluat“ das Licht der musikalischen Welt erblickte. Zusammen musiziert hatten die drei Jungs, die unter anderem aktive Mitglieder der BMK Gerlos sind, allerdings schon davor. Die reichliche Erfahrung kommt ihnen nun zugute.
So geben die Gebrüder Haas auf der Trompete und dem Bariton ihr Bestes. Der 24-jährige Hannes, Heizwart von Beruf, spielt zudem Ziehharmonika und Bassgitarre, der 20-jährige HTL-Schüler Roland Gitarre. Der 27-jährige Elektriker Stephan Kellauer begeistert auf der Ziehharmonika und ist bei Auftritten für die Verbindung zum Publikum zuständig. Alle drei singen auch mit Begeisterung und sind hoch motiviert.
Mit Auftritten bei Hochzeiten, auf Bällen, Hüttenabenden und Almabtrieben habt ihr begonnen. Ist der Rahmen mittlerweile größer geworden?
Ja, wir spielen mittlerweile auf unterschiedlichen Festen im Inland, in Südtirol, Deutschland, Holland und der Schweiz sowie „überall, wo gute Stimmung gebraucht wird“. Außerdem läuft unser Video zum ersten Album auf „Melodie-TV“ und „Gute-Laune-TV“.
Was habt ihr alles im Repertoire?
Von typischer Zillertaler Musik über Schlager bis hin zu Partykrachern. Sogar rockige Klänge haben wir mit im Gepäck.
Im August 2015 fand eure erste „Madl-Wadl-Party“ statt. Wie kamt ihr auf diesen Namen und was sagt er aus?
Also MADL steht für die feschen Mädchen und WADL als Zeichen g‘standener Mander. Wir haben für die Präsentation unserer ersten CD einen Rahmen und wetterunabhängigen Ort gesucht. Wir durften im Feuerwehrhaus proben und dadurch entstand unsere Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und sozusagen das „musikalische erste August-Wochenende“ in Gerlos. Seitdem findet am Samstagabend vor dem traditionellen Dorffest am Sonntag unser Musikabend statt. Und weil wir diesen nicht einfach „Gerlos- bluat-Fest“ nennen, sondern einen neutralen Namen wollten, wurde es eben die vorhin beschriebene „Madl-Wadl-Party“.

Auf eurer Party wurde das erste Album „Wenn Musik erklingt“ vorgestellt, ein Jahr später auf eurer zweiten Party die Sommer-Single „Auf der Alm do gibt‘s koa Sünd“. Gibt‘s heuer wieder eine „Madl-Wadl-Party“ mit neuer Produktion?
Ja natürlich – „Auf los geht‘s los“! So soll der Titel unserer 13 Songs starken CD lauten, an der wir zurzeit arbeiten. Vorstellen werden wir das neue Album dann auf unserer „3. Madl-WadlParty“ am 5. August, bei der auch viele Musikkollegen mit uns musikalisch mitfeiern werden. Und natürlich spielen wir ebenso am Dorffest auf. Nähere Informationen zum Programm gibt‘s übrigens auf unserer Homepage.
Und wie sieht‘s jetzt im Fasching aus?
Im Zillertal gibt‘s uns noch am Samstag, 11. Februar, am „HC Steiner Faschingsball“ im Gasthof Standlhof in Uderns zu sehen und zu hören. In Nordrhein-Westfalen wird noch länger getanzt, da treten wir am 24. Februar beim „Lederhosenball“ des Duos „Alpen Sterne“ in Neuss auf.
Was glaubt ihr, hebt euch von anderen volkstümlichen Musikgruppen ab?
Nun, jeder Mensch ist ein anderer Typ – und wir drei sind sonderbare Typen (lachen). Nein ernsthaft, wir heben uns sicher nicht von anderen ab. Wir versuchen einfach, das Beste zu machen und was wir machen, tun wir aus Liebe zur Musik. Das heißt, wir legen unser ganzes Herzblut hinein, aber wir sind überzeugt, dass jeder andere Musiker das auch macht. Ein bisschen anders ist vielleicht, dass wir versuchen, in unsere Musik auch Blasinstrumente miteinzubinden.
Was habt ihr durch eure Auftritte schon alles erlebt?
Ein ganz schönes Erlebnis gab‘s gleich zu Beginn unserer Laufbahn. Der Vater von Stephan ist Musikant beim „Duo Montana“. Auf dessen 30-jährigem Jubiläum hatten wir dann einen unserer ersten größeren Auftritte. Schön ist es auch, durch unsere Musik aus dem engen Zillertal in die weite Welt hinauszukommen. Mal in einem mehrere TausendMann-Zelt zu spielen, mit LiveRadio-Aufzeichnungen - das ist schon ein erhabenes Erlebnis. Und wenn man dann weit weg auf einem Frühschoppen gespielt hat und dieselben Leute kommen später extra zu uns ins Zillertal, um uns nochmals zu hören, ist das einfach überwältigend. Die Leute geben schon auch viel zurück.
Ein nicht so schönes Erlebnis gab es bei unserem ersten Auftritt in Südtirol: Hannes hat sich kurz vor dem Auftritt durch einen tiefen Schnitt die Hand verletzt. Glücklicherweise war ein Arzt anwesend, der die Wunde gleich versorgte. Wir mussten zwar öfters Pause machen, aber ansonsten hielt Hannes dann tapfer sechs Stunden Spielzeit durch.

Kontakt:
Gerlosbluat
Hannes Haas
6281 Gerlos
+43664/48 74 295
www.gerlosbluat.at






